Rancid – …And Out Come the Wolves (1995, Epitaph Records)

rancidwolvesIm Jahre 1994 läuteten Bands wie GREEN DAY und THE OFFSPRING das sogenannte Punk-Revival ein. Zwangsläufig fiel das Augenmerk natürlich auch auf andere Vertreter dieser Musikrichtung. RANCID waren eine der Bands, der man als nächstes den großen Durchbruch zutraute. Allerdings blieb man Brett Gurewitz und seinem Label Epitaph – sogar bis heute – treu. Nachdem die Band um Lars Frederiksen und Tim Armstrong bereits die Alben „Rancid“ und „Let´s Go“ veröffentlichte, erschien dann 1995 ihr Meisterstück „…And out come the Wolves“.

Als kommerzieller Misserfolg darf das wohl beste RANCID-Album nicht gewertet werden, dennoch erhoffte man sich im Rahmen des allgemeinen Hypes sicherlich mehr. Mit der Single „Timebomb“ gingen RANCID an den Start, definitiv immer noch einer der prägnantesten Songs der letzten Punk-Rock-Dekade. Die Ska Einflüsse bei „Timebomb“ jedoch waren nicht stellvertretend für das ganze Album, denn der Sound von RANCID war und ist eher von Street- als auch Oi-Einflüssen geprägt. Der wechselnde Gesang zwischen den Gitarristen Armstrong und Frederiksen – wobei ersterer mit seinem nölig anmutenden Organ definitiv die eigenwilligere Stimme besitzt – ließ RANCID aus der Masse hervorstechen. Das markante Spiel von Matt Freeman am Bass tat sein übriges dazu.

Mit satten 19 Titeln ist „…And out come the Wolves“ ein üppiges Stück jüngerer Punk-Rock-Geschichte, bei dem die einzelnen Titel nicht selten die drei Minuten Grenze unterschreiten. Hits setzt es dafür zuhauf, so ist sicherlich die zweite Single „Ruby Soho“, aber auch All Time RANCID Favorites wie „Roots Radicals“, „Maxwell Murder“, „Old Friend“, „Avenues And Alleyways“ und „Olympia WA.“ vielerorts bekannt. Ihr Faible für Ska kam erst mit dem Nachfolger „Life Won´t Wait“ mehr zur Geltung, auf „…And out come the Wolves“ präsentierten sich RANCID noch weniger experimentierfreudig, dafür allerdings hitlastiger. Keine Frage, dieses Album ist ein kleiner Klassiker, die Band als solches sowieso.

Wertung: (8 / 10)

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