Pascow – Diene der Party (2014, Rookie Records)

pascowdieneEines der besten deutschsprachigen Punkrock-Alben der letzten zehn Jahre legten PASCOW mit „Alles muss kaputt sein“ hin. Mit ihrer abwechslungsreichen und direkten Art wuchs auch ihr Bekanntheitsgrad. Nach mehr als zehn Jahren Bandgeschichte und mehreren Alben eine definitiv schöne Begleiterscheinung neben der Vielzahl überschwänglicher Kritiken. Entsprechende Vorfreude und eine immense Erwartungshaltung herrscht nun im Hinblick auf den Nachfolger „Diene der Party“. Vor allem bleibt die Frage, wo die Reise nun für sie hingeht. Weiter geradeaus könnte man kurz wie knapp antworten.

Als wollten sie es gleich mal allen zeigen, ist der Opener „Die Realität ist Schuld, dass ich so bin“ einer von der härteren Sorte. Wer eine poppigere Ausrichtung erwartet hat, wird sich nicht nur hier wundern. PASCOW bleiben ihrer gewohnten Härte treu, noch immer wird leidenschaftlich gekeift und geschrien. Aber natürlich haben die Herren auch wieder was zu sagen und kotzen sich in den fünfzehn Songs wieder so richtig schön aus. Ob Nationalismus oder Grundrechte, PASCOW pflügen sich durch die Themen der letzten Monate und Jahre. Zwar mögen sich die Texte nicht sofort vor dem Hörer in aller Gänze ausbreiten, doch das machte schon in der Vergangenheit ihren Reiz aus.

Dennoch bleiben anfangs ein paar Zweifel. Das ist also der Nachfolger. So weit so gut. Doch das Album wächst, Lieblingslieder wechseln immer wieder und nach ein paar Durchläufen mehr hat man das Gefühl, hier einen Hit nach dem anderen vorzufinden. Insofern alles richtig gemacht. Einmal kurz verbeugen und dann wieder die Play-Taste betätigen.

Wertung: (8,5 / 10)

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