Seahaven – Reverie Lagoon: Music for Escapism Only (2014, Uncle-M)

seahavenTräumen erwünscht! Eine derart kurze Zusammenfassung von „Reverie Lagoon: Music For Escapism Only“ würde im Grunde schon reichen. Auf ihrem zweiten Album lassen es SEAHAVEN recht ruhig angehen. Ein bisschen Pop, eine Prise Indie, gut vermengt mit melancholischem Charme und dem Glücksgefühl trauter Zweisamkeit. Die träumerische Ruhe des Albumcovers wird auch auf ihre Musik eins zu eins übertragen. Zwar gibt es hin und wieder mal etwas „schmissigere“ Kost, aber schnell wieder kehrt die Band in ruhigere Fahrwasser zurück.

Insbesondere nach einem launig fröhlichen Beginn („Andreas“) kehrt eine gewisse Schwere und Zerbrechlichkeit ein. Das Standardgerüst aus Strophe und Refrain wird immer wieder durch längere instrumentale Phasen durchbrochen, in denen SEAHAVEN es jedoch in ihren Ausschweifungen kaum übertreiben und stets zurück in die Spur finden. Dennoch wirken Songs wie „Highway Blues“ oder auch „Silhouette“ etwas schwerer. Das es jedoch nicht immer nur mit träumerischer Leichtigkeit oder Melancholie geht zeigt die Band bei „Flesh”. Zumindest hier dürfen gestandene Rocker hellhörig werden. Wer jedoch seine Seele auch mal baumeln lassen kann und ein gewisses Faible für traurig schöne Songs dieser Art hat, der könnte hier auf ein richtig schönes Album stoßen.

Wertung: (6,5 / 10)

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