Nothington / Paper Arms – Split (2013, Uncle M)

nothington-paper-arms-splitDas Münsteraner Label Uncle M ist in den vergangenen Monaten nicht untätig gewesen und hat reihenweise Bands gesignt bzw. seine Promo-Aktivitäten ausgeweitet. NOTHINGTON dürften gewiss einen höheren Bekanntheitsgrad inne haben als PAPER ARMS, wobei sich dies gut und gern ändern kann. Denn wozu PAPER ARMS fähig sind, haben sie bereits mit ihrem 2010er Output „Days Above Ground“ deutlich bewiesen. Nun also als erstes neues Lebenszeichen, eine Split mit jenen NOTHINGTON.

Die Band um Frontmann Jay legt dann auch gleich los, wobei der erste (neue) Song vom zweiten Sänger Chris stammt. Dieser erinnert stark an seine Beiträge vom letzten Album und entfacht ähnliches Hitpotential wie zum Beispiel „Ordinary Lives“. Soll heißen, es geht recht zügig und etwas klarer zur Sache. Ihr zweiter Beitrag beginnt mit einer Anrufbeantwortermessage von Ray von OFF WITH THEIR HEADS und mündet dann in ein 30-sekündiges Cover von „Idiot“. Eine solch augenzwinkernde Sache kann man mal machen, aber ein weiterer „richtiger“ Song wäre angesichts des begeisternden Einstands auch nicht verkehrt gewesen.

PAPER ARMS machen mit ihren beiden neuen Songs ziemlich viel richtig. „Run Away“ zündet den Turbo zwar nicht sofort, offenbart aber nach zwei, drei Durchläufen die Stärken des Quartetts, die zwischen alten THE GET UP KIDS und jüngeren Bands aus der Gainesville-Ecke angesiedelt sind. „Wrong” wirkt im Anschluß etwas unbeschwerter und holt in Punkto Härte und Tempo etwas auf. Grundsätzlich ist ihr Sound von melancholischen Zwischentönen geprägt, was bei beiden Songs deutlich zu hören ist. Da auf der Split (fast) ausnahmslos neue Songs zu finden sind, kann man hier bedenkenlos zugreifen, sich zurücklehnen und die Chose einfach genießen. Zumindest, bis PAPER ARMS ihr zweites Album veröffentlicht haben.

Wertung: 7.5 out of 10 stars (7,5 / 10)

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