NOFX – Bottles to the Ground (2000, Epitaph Records)

Man kann geteilter Auffassung darüber sein, ob „Pump Up the Valuum“ nun zu den besseren oder schwächeren Alben von NOFX zählt. Zweifelsfrei sind auf dem 2000 herausgebrachten achten Studioalbum der Punk-Wegbereiter jedoch große Hits vertreten. Der Party-Kracher „Bottles to the Ground“ etwa, der nach der Album-VÖ als Single Verwertung fand.

Die um diesen gestrickte EP wird von zwei (seinerzeit) unveröffentlichten Tracks, „Lower“ und „My Name is Bud“, sowie „Dinosaurs Will Die“ ergänzt, dem ebenfalls auf „Pump Up the Valuum“ hinterlegten Grabgesang für die Musikindustrie. Unreleased-Material ist für jeden Fan ein gefundenes Fressen. Gerade bei „Lower“ zeigt sich allerdings, warum der Song keinen Platz auf dem zuvor vorgestellten Album fand.

Der 2002 auf der B-Seiten-Kompilation „45 or 46 Songs That Weren’t Good Enough to Go On Our Other Records“ eingebrachte Gegenentwurf zur Ellenbogengesellschaft ist sicher nicht schlecht, trotz starkem Text und glasklaren Hintergrund-Vocals fehlt jedoch das unbedingt mitreißende Moment. Bei „My Name is Bud“, später auch auf der „The Longest EP“-Zusammenstellung zugänglich gemacht, trifft das nicht zu. Allein schon deshalb, weil die flotte Absurdität gerade einmal 50 Sekunden dauert. In Summe sicher kein Muss, für beinharte Fans aber ein absolutes Kann.

Wertung: (6,5 / 10)

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