No Fun At All – Out of Bounds (1995, Burning Heart Records)

no-fun-at-all-out-of-boundsMit der Umbesetzung kam der Erfolg. Sänger Ingemar Jansson verlieh NO FUN AT ALL durch seine markant melodische Stimme ein Alleinstellungsmerkmal, das die Band schnell aus dem Schatten von Skate-Punk und Hardcore herausführte. „No Straight Angles“, das ’94er-Debüt der neuen Formation war ein Versprechen, das „Out of Bounds“ nur ein Jahr später einlöste. Der Longplayer wurde einer der ganz großen Klassiker der schwedischen Genreschmiede Burning Heart und lieferte mit Evergreens wie „Master Celebrator“, „I have Seen“ oder „Stranded“ Hits in Serie. Diese wurden, zumindest in Europa, zu Hymnen einer ganzen Generation junger Fans.

Sie werden gern mit PENNYWISE verglichen, weil auch die US-Pioniere des modernen Punk-Rock oft auf die gleichen Rhythmen und eine ähnliche Songstruktur zurückgreifen. Grundlegend ist das richtig, doch brechen NO FUN AT ALL bereits auf „Out of Bounds“ immer wieder aus dem eigens vorgezeichneten Korsett aus. Der Auftakt von „In a Moment“ oder der Epilog von „Talking to Remind Me“ belegen dies, wobei das zweitgenannte mit Stücken wie „Pleasure Is to Be Insane“ eine Lässigkeit influenziert, die eher dem Indie als dem Punk zugehörig ist. Gerade die sollte später zu ihrem Markenzeichen werden, wenn das treibende Element auch nie aus den Augen verloren wurde. Einfach eine Klasse für sich.

Wertung: (8 / 10)

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