Mega Shark versus Kolossus (USA 2015)

mega-shark-versus-kolossusRiesenhaie sind teuer. Nicht unbedingt in der Realität, schließlich investieren die Billigheimer von The Asylum kaum mehr als karges Handgeld für die CGI-Monster, sondern vielmehr im Kontext der um sie drapierten Filmplots. „Mega Shark versus Kolossus“, der von Christopher Douglas-Olen Ray („2-Headed Shark Attack“) gefertigte vierte Teil der lose zusammenhängenden Reihe, macht die Auswirkungen des zerstörerischen Treibens auf die Weltwirtschaft deutlicher denn je. Die USA kommt der Rolle als Polizeikraft des Erdenrunds einmal mehr nach und greift ein, als Russland in den Gewässern anderer souveräner Staaten unerlaubt Rohstoffe fördert.

Fehlt nur noch ein neuer Megalodon, der vor der Küste Brasiliens auch brav in Erscheinung tritt, die Jesus-Statue von Rio de Janeiro zerstört und sich einen Kampf mit U-Booten liefert. Dass deren Besatzungen ausnahmslos aus knapp beschürzten Damen mit dicken Hupen bestehen, unterstreicht das Niveau der hier aufgebotenen Schauwerte. Die Action kaschiert durch hektische Schnitte und Kameraschwenks einmal mehr das kaum vorhandene Budget. Daran hat man sich bei Produktionen aus dem Hause The Asylum mittlerweile gewöhnt. Dafür sind die Computertricks – dem Trend vergangener Streifen der Trash-Schmiede entsprechend – erfreulich solide.

Während der Mega Shark in den Weltmeeren seine Kreise zieht und der ökonomischen Entwicklung neuerlich im Wege schwimmt, sucht Admiral Titus Jackson (Ernest Thomas, „Alle hassen Chris“) nach einer Möglichkeit, das Biest zu erlegen. Meeresbiologin Alison Gray (Illeana Douglas, „Kap der Angst“) will den Hai mit Störsignalen vom Festland fern halten, Jackson befürwortet aber eine Lösung, bei der es ordentlich Bomben hagelt. Unternehmer Joshua Dane (Brody Hutzler, „Zeit der Sehnsucht“) heuert Alison daraufhin an, um die Gefahr möglichst umweltverträglich zu bannen. Unterdessen erwecken Söldner im Osten Europas einen gigantischen Roboter aus der Zeit des Kalten Krieges, der sich bald unkontrolliert auf Zerstörungstour begibt – und die toughe CIA-Agentin Moira King (Amy Rider, „The Secret Life of the American Teenager“) mit Alison und Joshua kooperieren lässt.

Natürlich ist auch dieser Beitrag zum Thema doof wie zwei Meter Kiesstrand. Im Gegensatz zu früheren Teilen gibt sich der Clash der destruktiven Ungetüme aber diesmal actionreicher und kurzweiliger. Darstellerisch ist einmal mehr wenig zu holen, wenngleich Samuel L. Jackson-Klon Ernest Thomas in seiner störrischen Unbelehrbarkeit amüsant übertreibt. Als Kolossus’ Erfinder darf auch Patrick Bauchau („Big Ass Spider!“) kurz vorbeischauen, bleibt aber kaum mehr als ein Stichwortgeber für die nächste Station auf dem Weg zum Showdown zwischen Hai und Roboter. Bei deren absurdem Aufeinandertreffen wird der Killerfisch gar bis in den Weltraum geschleudert. Aber von dieser Welt sind die Filme von The Asylum ohnehin nur bedingt.

Wertung: (4 / 10)

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