SnakeHead Swamp (USA 2014)

snakehead-swampWarum eigentlich müssen die gefährlichsten Viecher stets in den klapprigsten Lkw transportiert werden? In der Syfy-Produktion „SnakeHead Swamp“ sind es genetisch modifizierte Schlangenkopffische, die durch die Redneck-Provinz von Louisiana kutschiert werden, bis sie sich der Verwahrung entziehen können und im nahen Sumpf Unheil stiften. Eigentlich sollten die Tiere unfruchtbar gemacht werden, um einer verheerenden Ausbreitung entgegenzuwirken. Doch wie so oft bewirkten die Eingriffe eine Steigerung von Intelligenz und Aggressivität. Ein Hellseher muss man wahrlich nicht sein, um die Folgen für die Bewohner des Landstrichs abschätzen zu können.

Der von Don E. FauntLeRoy („Anaconda: Offspring“) als Regisseur und Kameramann verantwortete Beitrag zum zeitgenössisch qualitätsarmem Tier-Horror beginnt solide. Machart und Schauspieler gehen in Ordnung, die Einleitung wird angenehm zügig abgehandelt. In der kommt auch Voodoo-Priester Boudreaux (gab den Huggy Bear in „Starsky und Hutch“: Antonio Fargas) zum Tragen, der in seiner abseitigen Hütte das Messer wetzt und ein Huhn zerlegt. Die Szenen gefielen den Machern offenkundig sehr, so dass sie in reger Wiederholung abgespult werden. Das soll wohl bei der Stange halten, bis die Snakeheads die ihnen zugeteilte Arbeit aufnehmen und dem geplagten Chris (Dave Davis, „Ghost Shark“) samt Begleitern im Sumpf das Leben schwermachen.

Für den sensiblen Jüngling läuft es nicht gut. Die Eltern lassen sich scheiden und seine große Liebe heiratet einen anderen. Zerstreuung verspricht eine Bootsfahrt mit Ashley (Ayla Kell), deren untreuem Freund Ian (Ross Britz, „Zombie Shark“) und anderen. Da die Gruppe zunächst nichts von der Gefahr aus dem Wasser ahnt, ist es an Chris’ Mutter, der Wildhüterin Carley („Denver Clan“-Veteranin Terri Garber), dem Schrecken auf die Spur zu kommen. Gemeinsam mit dem von ihr getrennt lebenden Gatten Jim (Anthony Marble) begibt sich in die Sümpfe, um Sohnemann Chris und die anderen zu retten. Zusammen treffen sie in der Hütte von Hexer Boudreaux, der den rachsüchtigen Geist einer Ahnin am Werk wähnt und versucht, diesen mit Beschwörungen zu besänftigen.

Die anspruchsfreie Kurzweil der ersten Hälfte weicht bald standardisierter Idiotie. Zunehmend dämliche Verhaltensweisen der Figuren, das überflüssige Mystery-Moment und die nervige Bewältigung der Familienprobleme von Chris und seinen Erzeugern verorten FauntLeRoys TV-Film nachhaltig im verzichtbaren Niemandsland des Genres. Die CGI-Monster gehen in Ordnung, nur steht deren Wirken hinter dem krausen Ideen-Mix des Drehbuchs oftmals zurück. Am Ende ist dann plötzlich Eile geboten, weil die Obrigkeit mal wieder zum flächendeckenden Bombardement ausholt. Auf Ironie wird weitgehend verzichtet, für schrulligen Charme sorgt einzig die schwerhörige Backoffice-Dame der Rangerstation. Sicher nicht der ärgste Vertreter seiner Art und doch bestenfalls bedingt sehenswert.

Wertung: (4 / 10)

scroll to top