3-Headed Shark Attack (USA 2015)

Es fiele schwer zu behaupten, im Hause The Asylum würde gesteigerter Wert auf Perfektionismus gelegt. Denn die Werke der Billigfilmschmiede sind nicht nur eilig und unter strenger Sparfuchs-Direktion heruntergekurbelt, sie lassen häufig auch den Blick für akkurate szenische Verbindungen vermissen. Doch was immer man glaubte, in Sachen Anschlussfehler bereits gesehen zu haben, „3-Headed Shark Attack“ stellt das gewohnte Schludrigkeitsmaß heuer in den Schatten. Der dreiköpfige Hai ist da noch das professionellste Moment.

Dem niederen Unterhaltungswert beschert das jedoch keinen Abbruch, zumal der mutierte riesenhafte Killerfisch – wie schon im ebenfalls von Christopher Douglas-Olen Ray gefertigten Vorgänger „2-Headed Shark Attack“ – durchaus brauchbar am Rechner entstand. An Qualität muss das genügen, wenn ausrangierte Mimen und blutbesudelter Absurd-Horror den üblichen Trash-Standard bedienen. Dafür kommt der in Verpackung einer hehren Öko-botschaft daher, ist der Hai doch der zunehmenden Meeresverschmutzung anzukreiden.

Um deren Auswirkungen auf die Tierwelt des Pazifiks zu untersuchen, arbeiten die Wissenschaftler Laura (Jena Sims, „Kill the Messenger“) und Ted (Jason Simmons, „Baywatch“) in einem hochmodernen Laborkomplex an der Küste. Als Neu-Praktikantin Maggie (Karrueche Tran, „The Bay“) und eine Gruppe Umweltschützer um Greg (Brad Mills, „Party Invaders“) durch die Station geführt werden, greift das mehrköpfige Monster an und sorgt für Tod und Zerstörung. Die Überlebenden retten sich auf das Boot der Aktivisten und suchen, beständig verfolgt vom gefräßigen Hai, nach einem Ausweg.

Das im Hintergrund überall sichtbare Land verheißt offensichtlich keine Sicherheit. Aus Gründen. Und der Hai… und so. Also muss zwischendurch zur Rettung eines Party-Dampfers ausgeholt werden, dessen feierwütige Passagiere dem hungrigen Dreimäuler gerade recht kommen. Einer davon ist Wrestler Rob Van Dam („Sniper: Special Ops“), der als klobiger Hüne Stanley in den Kampf gegen den Hai eingreift. Zu ihnen stößt auch der per Funk zu Hilfe gerufene Seebär Danny Trejo („Predators“), der, natürlich mit Machete bewaffnet, erkennen darf, dass dem Untier für jedes verlorenen Haupt drei neue nachwachsen.

Selbstredend ist auch „3-Headed Shark Attack“ kolossaler Quatsch mit partiell blutiger Soße. Die Dialoge sind schön blöd, die Darsteller bleiben adäquate Sprechpuppen und abseits von Flucht, Verfolgung und Opfervertilgung fällt den Machern nichts ein. Wäre das Tempo so hoch wie der Stupiditätsgrad, der Streifen wäre eine Trash-Granate. So reicht es immerhin für mal amüsante, mal langatmige Sharksploitation-Gülle auf der Höhe des Low-Budget-Trends. Das mag nicht viel sein, wer’s denn unbedingt braucht, wird aber zweifelsfrei seinen Spaß finden.

Wertung: (3 / 10)

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