Masked Intruder – Love and Other Crimes (2016, Pure Noise Records)

masked-intruder-love-and-other-crimesStaatsschutz aufgepasst! MASKED INTRUDER haben eine neue EP veröffentlicht. Ob die wohl mit der unlängst vorgestellten Kriminalstatistik, nach der die Zahl der Wohnungseinbrüche in unseren Breiten rasant gestiegen ist, in irgendeinen (logischen) Zusammenhang gebracht werden kann? Wohlwollend zur Kenntnis nehmen dürften die vier maskierten Verbrecher die Entwicklung sicher. Dabei stehlen sie doch bevorzugt Herzen – und parodieren mit ihrer Themen- und Typentreue höchst sympathisch gängige Standarten des Pop-Punk. Das ändert sich auch auf „Love and Other Crimes“ nicht, dem Einstand der Outlaw-Charmeure auf ihrem neuen Label Pure Noise Records.

Die darauf vorgestellten sechs Songs stehen ihren vorangegangenen Outputs in wenig bis nichts nach. Das eröffnende „Take What I Want“ lehnt sich deutlich an klassische Rock ´n Roll-Muster an und geht so geschmeidig ins Ohr, dass Widerstand eigentlich zwecklos ist. Zwar haben sie in der Vergangenheit schon bessere Nummern als „First Star Tonight“, „Still Always On My Mind“ oder „If Only“ eingespielt, der Unterhaltungswert fällt dennoch einmal mehr – und trotz überschaubarer Lauflänge – beträchtlich aus. Dafür stehen vorrangig „Beyond a Shadow of a Doubt“ und das flotte „Running From the Cops“, die bewährten textlichen Formeln folgen (unerwiderte Liebe, einstweilige Verfügung, Polizeiflucht) und den Bubblegum-Charakter auf RAMONES-Basis glänzend zur Geltung bringen. Da kann das Urteil eigentlich nur Haftverschonung lauten.

Wertung: (7 / 10)

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