Manifestation – Fair Enough (2018, Dedication Records)

Gut Ding will Weile haben. Im Falle von MANIFESTATION umspannte diese acht Jahre. So viel Zeit ging nämlich ins Land, ehe die Saarländer ihrem letzten Album eine neue Langrille folgen ließen. Die trägt den Titel „Fair Enough“ und bietet über zehn Tracks (plus zwei Bonus-Stücke) wuchtig altschulischen Hardcore mit saftiger Metal-Prägung.

Dass dabei zielgerichtet auch eine punkige Attitüde zum Tragen kommt, schlägt sich u. a. in der Laufzeit wider: Das starke „False Mirror“ etwa benötigt für Vorwärtsdrang inklusive metallisch-melodischen Gitarren kaum mehr als zwei Minuten. Dass Kurzweil aber nicht durchweg Trumpf ist, belegt hingegen beispielsweise „Time Through My Hands“, bei dem die instrumentale Sektion nach hinten raus deutlich breiter ausgestaltet wird.

Wirklich neu, wirklich anders ist „Fair Enough“ nie. Für ein effektives, nicht selten packendes Ergebnis braucht es Novitäten aber einfach nicht. Der Hardcore bleibt auch diesmal fokussiert und findet trotzdem ausreichend Raum für Abwechslung. Punktiert gestreute Gangshouts hier, geschickte Tempoverlagerungen dort. Ein echter Zugewinn ist auch der Bonus-Teil, bei dem insbesondere „Time to Die“ ein Brett mit Hitpotential bildet. Kurzum: Ein Comeback von Format.

Wertung: (7 / 10)

scroll to top