Make Do and Mend – Part and Parcel (2011, Paper + Plastick)

make-do-and-mend-part-and-parcelWenigstens ein akustischer Ausflug gehört mittlerweile zum guten Ton im Punkrock, Hardcore oder was auch immer. MAKE DO AND MEND legen nun ebenfalls ein paar ruhigere Songs vor, was gleichzeitig auch ihren Abschied von Paper + Plastick bedeutet. Fortan nämlich ist der Vierer bei Rise Records zu Hause. Man darf zu diesem Schritt gewiss geteilter Meinung sein. Mit „Part and Parcel” hat das natürlich herzlich wenig bis gar nichts zu tun, denn die sechs Songs klingen nicht wie ein schneller Abschiedsgruß, sondern ehrlich und authentisch. Genauso, wie man die Band mit ihren beiden EPs und ihrem Albumdebüt ins Herz geschlossen hat.

Unterm Strich macht das hier sechs recht kurzweilige Songs. Drei davon kennt man vom Debütalbum, die beiden großartigen wie unterschiedlichen EPs werden leider nicht gewürdigt. „Unknowingly Strong” darf wie auf „End Measured Mile ” den Opener mimen. Anfangs wirkt das noch etwas schüchtern intoniert, doch wenn Sänger und Gitarrist James seinem Organ etwas Spielraum verschafft, spielt die Band auch auf akustischer Ebene ihre Stärken aus. Wobei MAKE DO AND MEND nicht einfach nur eine Akustik-Klampfe zur Hand nehmen, die Instrumentalisierung klingt nach deutlich mehr (Tiefgang). „Ghostal” wirkt bedächtig, fast schon traurig. Traurig passt auch auf das lediglich mit einer Gitarre begleitete TOUCHÉ AMORE-Cover „Home Away From Here”. Große Gefühle garantiert. Dazu noch „Transpant Seas” vom letzten Album und zwei neue Songs. Wobei auch diese in deutlich ruhigeren Fahrwassern schippern und mit dem im kommenden Jahr angepeilten Langspieler kaum etwas zu tun haben werden. Mehr als eine kleine Überbrückung ist „Part and Parcel” somit gewiss nicht, aber dafür eine zumindest überaus nette.

Wertung: (7 / 10)

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