Dutch Ska Express – All Aboard (2015, Sunny Bastards/Soulfood)

dutch-ska-express-all-aboardAlles einsteigen, Vorsicht an der Tanzflächenkante – der DUTCH SKA EXPRESS rollt los. Schlechte Wortspielerei? Mag sein, aber die Niederländer forcieren derartige Flachvergleichsakrobatik mit einer Kombination aus Bandnamen und Albumtitel („All Aboard“) regelrecht. Und tatsächlich fährt der Zug hier nicht nach Nirgendwo, sondern in die nächste Dancehall. Zu viel des Guten? Na gut, beenden wir das Sinnbildgeschmiere. Geboten wird klassischer Ska, der im Sinne von THE SLAPSTICKERS oder (den gemächlichen) LIBERATOR auf Abstecher Richtung Punk verzichtet und ganzheitlich ans mitunter rockig umspielte Schwingen der Beine appelliert.

Die Texte wecken mal den Revoluzzer („Riot in the Streets“) oder besingen die „Babylon Hooligans“, verbleiben aber meist auf einem heiter-belanglosen Level zwischen „Zombie Girl“, „Somebody That I Used to Know“-Cover und „Pigeon Move“. Die letztgenannte Nummer dürfte mit der Aufforderung Richtung Hörerschaft, wie eine Taube zu tanzen, vor allem bei Live-Auftritten für beachtliches Spaßpotenzial sorgen. Insgesamt bietet das Septett launigen Rude Boy-/Reggae-Charme mit integrierter Mitschwinggarantie. Dass es dabei nicht zwingend Unterstützung durch Lyrics braucht, verdeutlichen zwei Instrumentalstücke. Neu ist das Ganze selbstredend nicht und manche Nummer lädt beim wiederholten Hören zum Überspringen ein, aber grundlegend gibt es an Band und Platte nichts zu mäkeln. In diesem Sinne: Tuut-tuut!

Wertung: (7 / 10)

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