Captain Bud – Unite (2008, Long Beach Records)

captain-bud-uniteDer Geist des sonnigen Long Beach weht sogar bis an die naturgemäß nasskalte englische Küste. Dort sind CAPTAIN BUD ansässig, die mit ihrer Musik bevorzugt in die Ferne der amerikanischen Westküste schweifen und zwischen Brautschau und Wellenreiten auch mal alle Fünfe gerade sein lassen. Auf den Spuren von SUBLIME oder den LONG BEACH DUB ALLSTARS vermengen sie Reggae-Rhythmen mit Dub, Ska und Rock – und liefern damit eine gechillte Stimmungsbombe, die den unverwechselbaren Sound der offensichtlichen Vorbilder aufgreift, ohne ihn schlicht zu kopieren.

Zwar sind die Parallelen überdeutlich, ihre Platte „Unite“ entpuppt sich aber dennoch als atmosphärische Überlieferung bewährter musikalischer Hochgefühle. Eingestreute Samples oder kreative Lockerungen durch Keyboard, Blechbläser oder Banjo mehren zugleich Abwechslungsreichtum und Spielfreude. Zwar wirkt der Einigkeitsgedanke bisweilen etwas dick aufgetragen, von der schier obligatorischen Forderung nach der Legalisierung von Marihuana ganz zu schweigen, auf den Spuren der wirklich ganz Großen des stressfreien Genres heizen CAPTAIN BUD aber dennoch mitreißend ein. Und das sogar ohne Tempo steigernde Punk-Verbeugungen.

Wertung: (7 / 10)

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