Camel Spiders (USA 2011)

camelspidersSchwer ist das Soldatenleben. Da muss man sich als Teil der amerikanischen Streitkräfte am Hindukusch nicht nur ständig von den Taliban beschießen lassen, sondern in der Heimat auch gegen monströse Spinnen ausrücken. So ergeht es zumindest Captain Sturges (Brian Krause, „Charmed“), der mit seinen Männern in Afghanistan in einen Hinterhalt gerät. Der verrät bereits viel über die Qualität von „Camel Spiders“, bei dem B-Allrounder Jim Wynorski („Dinocroc vs. Supergator“) wo immer möglich Hilfe aus dem Computer anfordert. Mündungsfeuer, Hubschrauber, Blutspritzer – alles CGI-Effekte. Und freilich nicht die Besten!

Die Action des Auftakts ist peinlich billig und statisch inszeniert. Sturges wird angeschossen, der Kampf gegen die schlecht kostümierten Freischärler-Komparsen erst von einer Horde riesiger Walzenspinnen entschieden, die die Aufständischen attackieren und fortschleppen. Der verwundete US-Offizier wird anschließend in die Heimat geschickt und soll auf dem Weg gleich einen gefallenen Kameraden eskortieren, in dessen Leichensack die Brut der Spinnen unbemerkt mitreist. In der Wüste Arizonas wird der Transportlaster mit Sturges und der ihn begleitenden Soldatin Underwood (Melissa Brasselle, „Curse of the Komodo“) in einen Unfall verwickelt, bei dem die Arachniden entkommen und sich geschwind vermehren.

Wenig später stiften die Monstren heilloses Chaos und fallen in Scharen über die Bewohner der Region her. Sturgess, Underwood und Sheriff Beaumont (B-Routinier C. Thomas Howell, „Mörderischer Schwarm“) wagen mit einer Schar Überlebender den Ausbruch und verschanzen sich in einem verlassenen Industrieareal. Das Ausharren bis zum rettenden Militärschlag mündet natürlich in den üblichen verlustreichen Überlebenskampf, wobei Figuren und Dialoge immerhin nicht um die Krone des Stumpfsinns wetteifern. Als Zeichen von Cleverness sollte das aber keineswegs interpretiert werden.

Das verdeutlichen vor allem die vier Studenten, die in einem Nebenhandlungsstrang vor den Spinnen flüchten, gegen Ende aber einfach vergessen werden. Wird schon niemand merken. So bleibt „Camel Spiders“ eine typische Produktion des nimmermüden Roger Corman („Sharktopus“, „Dinoshark“), bei der stereotyp und ohne Ideen Motive des Tier-Horrors abgegrast werden. Der von Tony Randel („Ticks“, „Rattled“) geschnittene Film spult den altbekannten Plot aber zumindest mit stattlichem Tempo ab. Wer’s also unbedingt billig und qualitätsfern braucht, kann auch diesmal beherzt zugreifen.

Wertung: (3 / 10)

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