Bugs – Die Killer-Insekten (CDN 2003)

bugs-die-killer-insekten„Because you’ve never seen it before, it doesn’t mean it doesn’t exist.”

Auf einer U-Bahn-Baustelle wird ein Polizist von einem skorpionartigen Insekt getötet. Der FBI-Agent Matt Pollack (Antonio Sabato Jr., „The Base II”) wird mit den Ermittlungen des mysteriösen Mordfalls betraut und stößt mit Hilfe der Wissenschaftlerin Emily Foster (Angie Everhardt, „Bordello of Blood“) schnell auf die drohende Gefahr. Durch ein Bauvorhaben des skrupellosen Unternehmers Petronovich (Karl Pruner, „The Skulls 3“) ist eine Spezies 65 Millionen Jahre alter Käfer an die Oberfläche gelangt. Eine Spezialeinheit soll den Gefahrenquell im unterirdischem Tunnelsystem eliminieren. Doch schon bei der ersten Konfrontation wird das Team aufgerieben. Mit dem Mut der Verzweiflung versuchen sich die Überlebenden in Sicherheit zu bringen.

Die kanadische TV-Produktion „Bugs“ ist ein unterhaltsamer, weil nur 80 Minuten kurzer Monster-Horrorfilm nach bekanntem Strickmuster. Erfreulicherweise hält sich Regisseur Joseph Conti – in der Regel für die Effekte („Black Hawk Down“) verantwortlich – bei seinem Regiedebüt nicht lange mit einer störenden Einleitung auf, sondern wirft die Protagonisten schnell ins vorhersehbare Gefecht. Mit Digitalkamera und Anlehnungen an „Aliens“ (1986) und „Mimic“ (1997) werden Klischees brauchbar verpackt und Blut verspritzt. Das ist ansprechend besetzt, in Sachen Schauspielkunst aber erwartungsgemäß belanglos. Die Figuren entsprechen dem Standard des Genres und gehen entsprechend ihrer Bestimmung dem vorzeitigen Ableben oder der Archivierung als Weltenretter entgegen.

Den Computereffekten sieht man die beschränkten Produktionsmittel an, ebenso den nicht immer glücklich gestalteten Blue-Screen-Einschüben. Trotzdem bürgt die Armee der prähistorischen Killer-Käfer für solide Unterhaltung. Spannung kommt dabei nicht auf, obgleich „Bugs“ diese auch nur sporadisch intendiert. Die Entwicklung der Geschichte ist simpel, deren Umsetzung so effektiv wie möglich. Wenn unter spritzendem Lebenssaft ein Zug potentieller Investoren des Bauvorhabens weggeschnetzelt wird oder die Riesenkrabbler formiert zum Angriff übergehen, überdeckt flotte Action inhaltlichen Einheitsbrei. Gut ist das Spektakel in seiner Gesamtheit betrachtet nicht, dafür aber ordentlich gemacht. Und allein das ist mehr, als zu erwarten war.

Wertung: (5 / 10)

scroll to top