Arachnid (E 2001)

arachnidEin Düsenjäger kollidiert während eines Überwachungsfluges mit einem unsichtbaren Flugobjekt, das sich nach der Bruchlandung auf einem entlegenen südpazifischen Eiland als Raumschiff entpuppt. Was dessen Strahlung für Auswirkungen auf die ansässige Tierwelt hat, bekommt Monate nach dem Vorfall eine Forschungsgruppe zu spüren, der sich mit Mercer (Alex Reid, „The Descent“) auch die Schwester des verschollenen Piloten anschließt. Und so dauert es nicht lange, bis sich die Standard-Figuren des B-Horrors mit durch Körper fressende Zecken und einer hungrigen Riesenspinne herumplagen müssen.

Genre-Routinier Jack Sholder („The Hidden“) setzte „Arachnid“ mit wenig Klasse, dafür aber viel Blut in Szene. Produziert wurde der spanische Film von Brian Yuzna und der Fantastic Factory, die neben dem achtbaren „Beyond Re-Animator“ auch Schund der Kategorie „Rottweiler“ auf den Weg brachten. Lustvoller als der Cyborg-Köter geht die mutierte Spinnenbrut allemal zu Werke, wenn Effekte und Drehbuch auch ähnlich bescheidene Wirkung entfalten. Die Computertricks, das offenbart bereits die unglaubliche Begegnung der dritten Art in luftiger Höhe, fallen bisweilen gar hochgradig lächerlich aus – und hinken ihrer Zeit damit deutlich hinterher.

Bevor die Expedition aber von bizarren Mischwesen dezimiert wird, vollzieht sich vom klugscheißernden Wissenschaftler bis zum schießwütigen Söldner das Schaulaufen der Klischee-Charaktere. Böse Vorzeichen und pseudo-intellektuelles Getöse („Die Natur wäre niemals so offenkundig redundant.“) halten sich die Waage, bis der Mutantenstadl aus dem Inseldickicht endlich zur Attacke bläst. Zwingend aufregend ist der folgende Überlebenskampf kaum, verfehlt als anspruchslos geartete Sci-Fi-Monstershow aber nicht ihren Zweck des moderaten Zeitvertreibs.

Positiv zu vermerken ist der klassische Orchestersound und die durchaus charmanten mechanischen Kreaturen, die Effektdesigner Steve Johnson („The Abyss“) gegen die Protagonisten zu Felde ziehen lässt. Ansonsten aber ist „Arachnid“ nur ein hundsgewöhnlicher Reißer, bei dem sich die heldenhaften Hauptfiguren – neben Reid ist es Kollege Chris Potter („Queer as Folk“) – aus brenzligen Situationen befreien, während die übrigen Protagonisten hübsch der Reihe nach den Löffel reichen. Die erforderliche Stimmung beschwört Sholder dabei zu selten, so dass dieser mäßige Low Budget-Kokolores selbst beinharten Allessehern etwas zu schal ausfallen dürfte.

Wertung: (4 / 10)

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