Enemy Mind – No Safe Place (2017, Beatdown Hardwear)

Kein Ort ist sicher. Folgt man dem Weltbild von ENEMY MIND, kann man schlicht zu keinem anderen Schluss gelangen. In ihren Texten beschreien die fünf Kerle aus Pittsburgh die Schattenseiten des menschlichen Seins. Ihre Musik ist dieser Prämisse angepasst: Death-Metal trifft Beatdown-Hardcore. Wenn die Band CANNIBAL CORPSE und DYING FETUS zu ihren erklärten Wegbereitern zählt, dann darf man das ruhig glauben. Nur macht das ihr drittes Output „No Safe Place“ noch lange nicht zum großen Wurf.

Grundlegend gibt es an der Mischung aus wuchtigen Growls und brutalen Riffs wenig auszusetzen. Allerdings wird die sich früh einstellende Befürchtung vorzeitig Einzug haltender Monotonie bald zur Gewissheit. Spätestens zur Halbzeit hat man das Gefühl, das alles schon zu kennen. Dass die Scheibe dabei trotzdem nicht langweilig anmutet, liegt an der sporadischen Einbindung melodischer Passagen (z. B. bei „It Just Gets Worse“) – und der insgesamt recht flotten Abhandlung. Neun Tracks in 27 Minuten, das passt. Wer sich vom gesteigerten Gleichklang nicht abhalten lässt, bekommt solide die Ohren versohlt. Als Highlight geht „No Safe Place“ trotzdem nur schwerlich durch.

Wertung: 5.5 Stars (5,5 / 10)

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