August Diehl

  • Die kommenden Tage (D 2010)

    Der prophetisch spekulative Blick in die Zukunft ist meist pessimistisch gefärbt. Durch ihn werden dystopische Szenarien erprobt, deren Ursprung im politischen Klima der Gegenwart begründet liegt. Im hiesigen Kino sind solch hypothetische Visionen von Umbruch und Untergang selten. Charakter und Selbstverständnis scheinen die Deutschen eher zur Aufarbeitung der Vergangenheit zu bewegen. Eine Ausnahme ist „Die…

  • Salt (USA 2010)

    Wer ist Evelyn Salt? Diese Frage treibt nicht allein amerikanische Geheimdienste um. Der Beginn zeigt sie, ideal besetzt mit Angelina Jolie („Wanted“), in nordkoreanischer Gefangenschaft. Selbst unter Folter beharrt sie darauf, für einen Ölkonzern zu arbeiten. Tatsächlich steht Salt in Diensten der CIA und wird nur durch den Einsatz ihres Gatten Michael (August Diehl, „Inglourious…

  • Inglourious Basterds (USA/D 2009)

    „Once upon a time… in Nazi-occupied France“ Quentin Tarantino dichtet die Geschichte um. Filmhistorie hat der eigenwillige Auteur längst geschrieben, als er das Independent-Kino mit „Pulp Fiction“ neu definierte. Seine im Berliner Raum entstandene Weltkriegs-Farce „Inglourious Basterds“ knüpft in ihrer zelebrierten Geschwätzigkeit, der eruptiven Gewalt und dem subtilen Anspielungspanorama an diesen Meilenstein des modernen B-Films…

  • Anonyma – Eine Frau in Berlin (D/PL 2008)

    Kriegsgräuel gegen die Zivilbevölkerung waren aus deutscher (Opfer-)Sicht lange ein Tabuthema. Aus Scham, im Osten erst Recht durch die politische Nähe zum alten Kriegsfeind. In den Fünfzigern erschienen erstmals die Tagebuchaufzeichnungen einer anonymen Berlinerin, die 1945 vielfach von russischen Soldaten vergewaltigt wurde, sich später um des eigenen Überlebens willen gar prostituierte. Als Skandal wurden die…

  • Was nützt die Liebe in Gedanken (D 2003)

    Das Berlin des Sommers 1927 wurde überschattet von der medial reichhaltig ausgeschlachteten „Steglitzer Schülertragödie“, auf deren Ereignissen beruhend „England!“-Regisseur Achim von Borries pünktlich zur Berlinale seine famos besetzte Rekonstruktion des Tatherganges auf bundesdeutsche Leinwände entsendet. Die einmal mehr großartig, obgleich ungewohnt distanziert und mit wenig Raum für Identifikation agierenden Darsteller August Diehl („Kalt ist der…

  • Tattoo (D 2002)

    Marc Schrader (August Diehl) hat gerade die Polizeischule verlassen und die Prüfung gerade so bestanden. Nebenbei treibt sich der eher lasch durchs Leben gehende junge Mann in Techno-Clubs herum und vertickt Pillen. Bei einer Razzia wird er beinahe erwischt, seine bei der Flucht verloren geglaubte Jacke samt Pillen hält ihm aber wenige Tage später Hauptkommissar…

  • Anatomie 2 (D 2003)

    Fortsetzungen gehören in Hollywood nicht erst seit gestern zum guten Ton. Umso erstaunlicher erscheint, dass deutschen Produzenten diese Art von Kommerzkontinuität kaum geläufig zu sein scheint. So musste Columbia in Übersee höchstselbst einschreiten, um die Partner im alten Europa auf die wirtschaftliche Notwendigkeit einer Fortsetzung des international respektabel erfolgreichen Slasher-Thrillers „Anatomie“ aufmerksam zu machen. Und…