Nach 7 Tagen ausgeflittert (USA 2007)

nach-7-tagen-ausgeflittertWenn Nonsens in Hollywood einen Namen hat, dann muss irgendwann der Name der Farrelly-Brüder Peter und Bobby fallen. Seit ihrem ersten Kassenschlager „Dumm und Dümmer“ haben sich die Geschwister dem eher grobschlächtigen Humor zugewandt. Dass das bekannte Konzept im Laufe der Jahre auch mal mehr schlecht als recht kopiert wurde, scheint dabei egal zu sein. Dennoch konnte man den durchschlagenden Erfolg ihrer Zoten nicht übers Millennium retten. Ein Umstand mit dem auch „Nach 7 Tagen ausgeflittert“ völlig zu Recht zu kämpfen hat.

Es sollte bislang für den Sportgeschäftbesitzer Eddie Cantrow (Ben Stiller) einfach noch nicht sein, ist er in seinem Umfeld doch die einzige Person ohne Ehering. Beim nächsten mal soll allerdings alles anders werden, kurzum wird seine neue Freundin Lila (Malin Akermann) – die er durch Zufall auf der Straße kennenlernt – nach wenigen Wochen geheiratet. Alles scheint wunderbar zu laufen, bis sich Lila bereits auf der Fahrt in die Flitterwochen nach Mexiko als tollpatschig und wenig vorzeigbar herausstellt. Geheimnisse kommen auf den Tisch, die Eddies Entscheidung wohl vorher maßgeblich beeinflusst hätten. Als er zudem die sympathische Miranda (Michelle Monaghan) samt ihrer Familie kennenlernt, verlieben sich beide ineinander. Lila setzt sich selbst außer Gefecht, Eddie verbringt seine Flitterwochen lieber mit Miranda, ohne dass diese von Lila weiß. Lange bleibt dies jedoch nicht geheim.

Peinlichkeit oder Berührungsängste kennen die Farrelly-Brüder nicht, dies bewiesen sie bereits mit Werken wie „Dumm und Dümmer“ oder „Verrückt nach Mary“ zur Genüge. Das ist bis zu einem gewissen Grad auch heute noch urkomisch, nur dass diese beiden Filme in ihrer filmischen Anfangszeit entstanden. Was danach folgte war häufig nur ein mehr oder weniger lauer Aufguss bereits gesehener Zoten. Nichts anderes muss man leider auch „Nach 7 Tagen ausgeflittert“ bescheinigen. Was man im Vorfeld angesichts der Filmemacher, aber auch bei einem Blick auf die Besetzungsliste annehmen konnte, bewahrheit sich leider allzu sehr.

Niveau darf man auch im neuesten Werk der Zoten-Brüder vergeblich suchen. Zwar beschränkt sich der Film nicht auf Teufel komm raus mit Körperflüssigkeiten aus allen erdenklichen Öffnungen, doch selbstverständlich ist auch dies bis zu einem gewissen Grad vorhanden. Aus der Nase sprudelnder Apfelsaft mag da noch amüsant sein, ein behaartes Geschlechtsorgan samt Piercing ist dagegen einfach abgeschmackt und wenig erheiternd. Viele Witze sind irgendwie bekannt, manche zünden, manche weniger. Ben Stiller („Verrückt nach Mary“) mimt abermals seinen Vorzeigecharakter. Ein sympathischer kleiner Schussel, dem die Situation über den Kopf wächst. Dies kann er, nur hat man sich an diesen Anblick in der Zwischenzeit fast zu sehr gewöhnt. Überzeugen kann dagegen vor allem Michelle Monaghan („Kiss Kiss Bang Bang“), einige gute Szenen hat unzweifelhaft auch Malin Akermann („27 Dresses“) auf ihrer Seite.

„Nach 7 Tagen ausgeflittert“ bietet leider keine Überraschungen. Auf solide Art und Weise können die Farrellys auch hier mit ihrer gewohnten Tour unterhalten. Es ging sicherlich schon zotiger zu als hier, allerdings wurden gerade die Nebenfiguren nicht derart spitz überzeichnet, wie es teilweise zuvor der Fall war. Business as usual eben.

Wertung: (5 / 10)

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