Linkin Park – Meteora (2003, Warner)

Mit „Meteora” fand kürzlich auch der neueste Erguss von LINKIN PARK seinen Weg in die Plattenläden des alten Europa. Vorab wurde die Platte bereits ausreichend in Radio und Musikfernsehen durch die Singleauskopplung „Somewhere I Belong” propagiert. Und bereits bei der ersten Auseinandersetzung mit dem neuen Material der alternativen Boy-Band um Stimmgewalt Chester Bennington sticht der hohe Wiedererkennungswert des Albums hervor. Schließlich wollen die knapp 14 Millionen Käufer des Debüts „Hybrid Theory” nicht durch ungewohnte Experimente verschreckt werden.

So zelebrieren LINKIN PARK erneut ihr simpel gestricktes Wechselspiel aus Laut- und Leisepassagen und garnieren ihre Songs mit zielsicher eingeworfenen Refrains. Dabei schlagen die Jungs gekonnt eine Brücke zwischen schweren Gitarren, Hip Hop und elektronischen Klängen und beweisen im Zuge dessen, warum sie derzeit die Speerspitze des nimmersatten Nu-Metal-Zirkus stellen. „Meteora“ funktioniert als vergängliches Rock-Album durchaus prächtig, auch wenn durch die akustische Wertarbeit und eine stellenweise zu überbordende Portion Elektrogefummel manche Verschleißerscheinung kaschiert wird.

Kommerziell dürften LINKIN PARK auch in diesem Falle ohne Probleme in veritable Gewässer schippern, denn sie knüpfen hier beinahe nahtlos an den Vorgänger an. Im Grunde hat sich nicht allzu viel getan, die alternative „Bravo”-Fraktion wird sich freuen. Der Rest zählt in diesem Falle ganz einfach nicht…

Wertung: (7 / 10)

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