Laws of Attraction (GB/IRL/D 2004)

laws-of-attractionHinter der rationalen Fassade der erfolgreichen New Yorker Scheidungsanwältin Audrey Wood (Julianne Moore, „The Forgotten”) verbirgt sich ein einsamer Kern. Denn Audrey lebt ausschließlich für ihren Beruf – und Abende auf der Couch mit dem Wetterkanal. Frischen Wind in ihr festgefahrenes Leben bringt erst ihr smarter Kollege und hartgesottener Opponent Daniel Rafferty (Pierce Brosnan, „Die Welt ist nicht genug“).

Der chaotische wie charmante Medienliebling weckt in Audrey egozentrisches Konkurrenzdenken – und schafft es doch ihr Herz zu erobern. Als die beiden nach einer durchzechten Nacht im Bett landen, ist Ärger vorprogrammiert. Doch als beide im Zuge einer nicht minder alkoholgetränkten Geschäftsreise den Bund der Ehe schließen, scheint die Misere perfekt. Oder sollte hinter infantilem Gezänk tatsächlich die große Liebe stecken?

Im Stile einer klassischen Screwball-Komödie liefern sich Julianne Moore und Pierce Brosnan amüsante Wortgefechte zwischen Bett und Gerichtssaal. Dabei gefällt sich der scheidende James Bond sichtlich in der Rolle des spitzbübischen Charmeurs. Dank schier unerschöpflicher Sympathiewerte läuft Brosnan seiner arg zugeknöpft agierenden Partnerin daher schon frühzeitig den Rang ab.

Trotz hohem Unterhaltungswert und gebotener Kurzweil fehlt „Laws of Attraction“ der rechte Biss. Schematisch und stets vorhersehbar dümpelt der zahme Kampf der Geschlechter auf sein standesgemäßes Happy End zu. Die Chemie zwischen den Hauptakteuren stimmt, doch bringt das altbackene Konzept schlicht keinerlei Überraschungen mit sich.

Die von Peter Howitt („Sliding Doors“, „Johnny English“) routiniert in Szene gesetzte Liebes-Komödie leidet obendrein an einem eklatanten Mangel an überzeugenden Randfiguren. Denn abseits des zänkischen Anwalts-Duos klafft ein tristes Loch der Ideenlosigkeit. Im Grunde könnte die Geschichte auch bereits nach der Hälfte ihrer Spielzeit zu Ende gehen. Doch einige konstruierte Wendungen hieven den Film schlussendlich über die kinotaugliche Lauflänge.

Mit der ewig jung gebliebenen Mutter Audreys (Frances Fisher, „Titanic“) und dem zickigen High Society-Pärchen Parker Posey („Blade: Trinity“) und Michael Sheen („Kingdom of Heaven“) wird krampfhaft versucht, dem eindimensionalen Plot streckende Nebenhandlungen abzuringen. Daraus resultiert jedoch nicht mehr als inhaltliches Ungleichgewicht. In seiner Gesamtheit betrachtet ist „Laws of Attraction“ leichte Komödienkost mit munteren Darstellern. Allerdings präsentiert sich der Film zu harmlos und formelhaft, um länger im Gedächtnis haften zu bleiben als er vor den Augen des Publikums abläuft.

Wertung: (5 / 10)

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