Zwei wie Pech und Schwefel (I 1973)

zweipechundschwefelWeiter geht es durch die Werke von Wuchtbrumme Carlo Pedersoli alias Bud Spencer und Edel-Charmeur Mario Girotti alias Terence Hill. Diesmal mit „Zwei wie Pech und Schwefel“ aus dem Jahre 1973, also einem noch recht frühen Werk des schlagkräftigen Duos und einer Zeit, in der beide eine erhöhte Anzahl an Outputs vorzuweisen hatten. Als Crash-Car-Fahrer Kid (Hill) und Ben (Spencer) nehmen sie an einem Wettrennen teil, dessen Gewinner einen Strandbuggy gewinnt. Wie es der Zufall will, passieren die beiden Haudegen gleichzeitig die Ziellinie. Da es nur einen Strandbuggy zu verteilen gibt, einigt man sich auf einen neuen Wettbewerb: Wer am meisten Bierchen und Würstchen in sich hineinstopfen kann, gewinnt.

Doch einen Sieger gibt es nicht, da das Gasthaus, in dem die beiden gegeneinander antreten, von einem Schlägertrupp fein säuberlich zerlegt wird und der Buggy im Zuge dessen in Flammen aufgeht. Das schreit nach Ersatz und so beginnt das Bemühen um Ersatz für den „roten Strandbuggy mit gelbem Häubchen“. Wer das Duo kennt, der weiß auf was sich die Gangster (u.a. Donald Pleasance, „Halloween”) und deren Möchtegern-Chef gefasst machen können. Im Grunde ist dabei alles wie immer, die zwei Hauptakteure finden am Anfang per Zufall zueinander, freunden sich miteinander an – hier passt jedoch besser die Bezeichung „Zweckgemeinschaft“ – und unter diversen Schlägereien, lockeren Sprüchen und italienischer Musik machen sie sich auf den Weg zum Finale.

Hier muss der Zuschauer jedoch bis zu Minute 34 warten, um die klassischen Hau-drauf-Szenen zu bewundern. Aufgrund der gewohnt mageren Story ein etwas zähes Unterfangen. Dafür gibt es aber eine überaus witzige Szene zu bewundern, in der Regisseur Marcello Fondato die beiden Protagonisten musikalisch fordert. Ben probt als Mitglied des Feuerwehrchores (im wirklichen Leben schrieb Bud Spencer unter anderem Filmmusik und komponierte für verschiedene italienische Schlagersänger) und Kid muss etwas unfreiwillig ebenfalls seine Stimmbänder spielen lassen. Eine recht ulkig gemachte Szene und eher selten zu sehen.

Im Großen und Ganzen spielt „Zwei wie Pech und Schwefel“ aber eher um die hinteren Plätze mit, wenn es um eine ordinale Skalierung der Filmographie der beiden geht. Da hat man schon besseres gesehen und die wenigen Schlägereien und Tumulte reichen nicht aus, die dünne Story mit zum Teil sehr langatmigen Szenen auszugleichen.

Wertung: 4 out of 10 stars (4 / 10)

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