The Hole (GB 2001)

the-holeDie College-Studenten Liz (Thora Birch), Frankie (Keira Knightely), Geoff (Laurence Fox) und Mike (Desmond Harrington) lassen sich freiwillig, um einem unliebsamen Schulausflug zu entgehen, in einen verlassenen Bunker einsperren, um dort ein wenig „Spaß” zu haben. Nach drei Tagen jedoch öffnet sich die Einstiegsluke des Bunkers nicht wie ursprünglich mit Liz’ Freund Martin abgemacht. Erst nach 18 Tagen gelingt es Liz als einziger, wieder ans Tageslicht zu gelangen. Sie wird in die Obhut der Psychologin Dr. Phillipa Horwood (Embeht Davidtz) gegeben und diese soll versuchen, die Wahrheit über die Geschehnisse herauszufinden.

Immerhin, trotz anfänglicher Skepsis ist „The Hole” kein Teenie-Slasher, doch viel spannender ist er leider auch nicht. Atmosphäre kommt nur beim wirklich gelungenen Beginn auf, in dem Liz abgemagert und apathisch eine verlassene Straße entlangtaumelt und der Polizei bei einem Anruf nur ein Schreien entgegenbringen kann. Das war es dann aber auch schon fast. Durch die in Rückblicken erzählten Geschehnisse versucht Regisseur Nick Hamm („Martha trifft Frank, Daniel & Laurence”) Spannung aufzubauen, doch fährt er was dies angeht eigentlich permanent auf Sparflamme. Darüber hinaus ist der Film viel zu vorhersehbar, der Zuschauer weiß eigentlich sofort, dass sich die von Liz erzählte Geschichte so kaum zugetragen haben kann und auch das vergebliche Auftauchen ihrer anderen Mitstreiter sollte zu denken geben.

Dass puzzleartig in Rückblicken erzählte Filme durchaus spannend sein können, hat man schon des öfteren erlebt. Doch hier will das Ganze nicht wirklich zünden und ab der Hälfte des Films weiß man, was Sache ist und wartet bis zum Schlus vergeblich auf das erhoffte Aha-Erlebnnis, durch das dies durchschnittliche Geplänkel aus der Beliebigkeit gezogen werden könnte. Auch die Darstellerriege um die sonst fantastische, diesmal aber doch eher blasse Thora Birch („American Beauty”) kann diese Makel nicht ausgleichen. Die Klischee-Charaktere wirken so lieblos gezeichnet, dass der Film in der zweiten Hälfte vollends an Glaubwürdigkeit verliert und die Handlungen einiger Protagonisten in keinster Weise nachzuvollziehen sind. Da soll mir jetzt auch keiner mit der Psychologenschiene kommen! Der Streifen ist bis auf wenige Szenen überflüssig, mehr gibt es dazu einfach nicht zu sagen.

Wertung: 4 out of 10 stars (4 / 10)

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