Passwort: Swordfish (USA/AUS 2001)

passwort-swordfishDer auf Bewährung entlassene Superhacker Stanley Jobson (Hugh Jackman) staunt nicht schlecht, als ihn Sexbombe Ginger (Halle Berry) in seiner spärlichen Unterkunft besucht. sie unterbreitet ihm ein mehr als reizvolles Angebot, bei dem er für Gangster Gabriel Shear (John Travolta) einen Computerwurm installieren soll, der die Entwendung von etlichen Milliarden Dollar von illegalen CIA-Konten ermöglichen soll. Er selbst würde dafür eine ausreichende Summe kassieren, um gegen seine Ex das Sorgerecht für seine Tocher anzufechten. Wenn allerdings der Name Stanley Jobson beim FBI auftaucht, kann man sicher sein, dass alle Behörden hellhörig werden, und so heftet sich FBI-Agent Roberts (Don Cheadle) an Jobsons und damit auch an Shears Fersen.

„Passwort: Swordfish” ist die Art von aufgebretzeltem Actionfilm, die vor Hollywood-Hochglanz nur so strotzen. Bereits die letzte Arbeit von Regisseur Dominic Sena, dass enttäuschende Starvehikel „Nur noch 60 Sekunden” zeichnete sich eher durch Belanglosigkeit denn ansprechende Unterhaltung aus. Sein jüngster Streich ist nicht ganz so arg geraten, doch durchweg überzeugen kann auch dieser nicht. Dabei stehen Sena und Produzent Joel Silver („Matrix”) eine Riege namhafter Stars zur Verfügung, ohne das diese den Film allerdings sonderlich aufwerten. Zum einen gibt es ein Wiedersehn mit Hugh „Wolverine” Jackman als Superhacker mit Hang zur Familienidylle, auf der anderen Seite mit Hollywoods Vorzeige-Heulboje und diesjähriger Oscar-Gewinnerin Halle Berry („Monster’s Ball”), die sich als undurchsichtiger Vamp sexy wie nie geben darf. John Travolta („Pulp Fiction”) ist nach einigen Totalflops (u.a. „Battlefield Earth”) als Supergangster wieder in der Spur und der immer sehenswerte Don Cheadle („Traffic”) macht eine gewohnt gute Figur. Mit von von der Partie sind auch Vinnie Jones („Snatch”) und Sam Shepard („Black Hawk Down”). Akzente setzen können sie jedoch nicht.

Nach Logik sollte man angesichts der hanebüchenen Story besser nicht suchen. Eigentlich erwartet man das auch nicht wirklich, schließlich soll es heiß ergehen und die Zuschauer unterhalten. Dafür sorgt neben der ansprechenden Besetzung die fette Produktion. Allerdings erscheint die zu geleckt, zu gestyled. Die Action ist nicht zahlreich, doch wenn, dann knallt es gewaltig, anbei jedoch so übertrieben, dass sich bis auf die Anfangsexplosion auch in diesen kurzen Momenten keine sonderliche Begeisterung einstellen mag. Der Auftakt ist zugleich der Höhepunkt. Zum einen hält John Travolta einen kurzen Monolog über die moderne Geiselnahme und teilt seinen Gegenübern mit, was Al Pacino in „Hundstage” falsch gemacht hat, zum anderen kann die schon erwähnte Anfangsexplosion, bei der die Kamera in 360° um die Detonation kreist, mehr als überzeugen. Der Rest haut dann nur noch selten vom Hocker, wer aber áuf völlig überzogene Hochglanz-Action steht, wird diesen Film sicherlich einiges abgewinnen können.

Wertung: (5 / 10)

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