Schlacht um den Planet der Affen (USA 1973)

planetderaffen5„Ape Shall Not Kill Ape.“ – oberstes Gesetz im Affenstaat

Der Kreis der „Planet der Affen“-Saga schloss sich mit Part vier endgültig. Unter Führung des sprechenden Caesar (Roddy McDowell, „Todesparty II“) hatten sich die versklavten Primaten vom menschlichen Joch befreit und die Schreckensherrschaft ihrer Herren im bewaffneten Aufstand niedergerungen. Dabei ging so einiges zu Bruch, führte die Revolte doch zu einem die Erde entstellenden Krieg. Mit einigen Überlebenden zog er daraufhin in die unberührte Natur, wo fernab der Zerstörung eine koexistierende Zivilisation von Affe und Mensch errichtet wurde.

In einer auf den ersten Blick überflüssigen Rahmenhandlung erzählt ein alter Orang-Utan – unter dessen Maske sich Regie-Legende John Huston („African Queen“) verbirgt – am Ende des dritten Jahrtausends, wie Caesar seine postapokalyptische Gesellschaft formte. Aber die Spezies können nicht in Frieden leben, wenn es dem mutierten Überbleibsel der militanten Menschheit nicht gefällt. Doch auch in den eigenen Reihen regt sich Unmut, schmeckt Gorilla-General Aldo (Claude Akins, „Überfall im Wandschrank“) die Gleichstellung von Mensch und Affe überhaupt nicht.

So schürt er unentwegt Hass gegen die einstigen Unterdrücker und plant mit Gleichgesinnten den Umsturz. Caesars zufällig ein Geheimes treffen belauschenden Sohn kostet die Intrige das Leben. Unterdessen ist der Anführer mit dem Intellektuellen Orang-Utan Virgil (Paul Williams, „Ein ausgekochtes Schlitzohr“) und seinem menschlichen Vertrauten MacDonald (Austin Stoker, „Das Ende – Assault on Precinct 13“) in die zerstörte Stadt unterwegs, um mehr über die kurz nach seiner Geburt getöteten Eltern herauszufinden. Die Ansässigen Mutanten blasen daraufhin zum Angriff.

Die daraus resultierende „Schlacht um den Planet der Affen“ ist ein noch immer ansehnlich getrickstes, moralisch aber viel zu simpel geartetes Science-Fiction-Rührstück. Die Geschwätzigkeit der Einleitung wird in einem sich selbst viel zu ernst nehmenden Kriegsszenario zu Grabe getragen, ehe über den aus der Art geschlagenen Aldo die Gleichheit der Individuen gepredigt wird. Regie führte wie beim direkten Vorgänger J. Lee Thompson, dem der Abschluss der Serie aber reichlich platt gerät. In Hustons finalem Auftritt aber zeigt sich, dass Caesar nachhaltig die Ereignisse des Erstlings verhindert hat. Ende gut, alles gut.

Wertung: (4 / 10)

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