Peace of Mind – Penance (2018, Dead Serious Records/Soulfood)

Spielen wir eine Runde Jeopardy. Die Antwort lautet: Wie EXPIRE, nur mit mehr Metal. Die dazu passende Frage: Wie klingt die neue Scheibe von PEACE OF MIND? Damit ist eigentlich alles Wesentliche gesagt. Und doch wäre es unfair, die Thüringer allein auf diesen Vergleich zu reduzieren. Denn ihre erste Langrille „Penance“ bietet mehr. Zumindest in der von Gaststimmen unterstützten Abrundung.

Das den heftigen Reigen einleitende „Deity“ klingt mit seinen markanten „We are worth nothing / We have learnt nothing / Hammer the nail into mankinds coffin“-Plärrtiraden und dem schnörkellosen Aufbau tatsächlich schwer nach EXPIRE. Grundlegend bleibt diese Charakteristik erhalten, wenn sich PEACE OF MIND auch um mehr Abwechslung bemühen als die aufgelösten Referenz-Krachschläger. Vorrangig verdeutlicht das „How Does it Feel“, bei dem WALKING ON RIVERS-Frontmann David mit klarer Stimme für schmissige Kontraste sorgt.

Aber auch das instrumentale Zwischenspiel „Interlude“ zeigt, dass es auf „Penance“ durchaus stimmungsvoll zugeht. In düstere Gefilde gleitet der Fünfer mit „Impaler“ ab, bei dem DEATHBEARER-Shouter Niels für abgründige Growls sorgt, während bei „Perdition“ Jay von HARM/SHELTER unterstützend ins Mikro bellt. Wer es deftig mag, auf melodische Farbtupfer jedoch nicht verzichten will, ist mit diesem Hardcore/Metal-Gemisch fraglos souverän bedient.

Wertung: (7 / 10)

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