Drown My Day – The Ghost Tales (2018, Noizgate Records)

Die Wahrung einer positiven Grundeinstellung ist mit Bands wie DROWN MY DAY kaum zu bewerkstelligen. Das belegt, neben dem Namen der polnischen Extrem-Metaller, auch der Titel ihres zweiten Langspielers: „The Ghost Tales“. Noch offensichtlicher machen es Tracks wie „Nightmare Becomes Reality“, „Land of Misery“ oder „Carnage“. Sanfte Strukturen sind da nicht zu erwarten. Mehr schon gesteigerte Unerbittlichkeit. Die wird an der Basis von Death-Metal bedient, dem in der Tiefe Elemente des Metal-Hardcore beigemengt werden. Ganz zu schweigen von stattlichem Groove.

Gerade der trägt dazu bei, die momentweise aufkeimende Monotonie des rüden Gebolzes zu durchbrechen. Als Wunderwerk des Abwechslungsreichtums geht „The Ghost Tales“ nur schwerlich durch. Allerdings dürfte das in der Grundausrichtung des Fünfers auch kaum vorgesehen sein. Trotzdem werden die Gehörgänge durchaus geschickt verschiedenen Härtetests unterzogen: Beim donnernden „Yuri’s Revenge“ etwa überwiegt der melodischere Deathcore-Einschlag, während die Mid-Tempo-Dampframme beim erwähnten „Carnage“ mit schwer verdaulichen Vocals im Schweinegrunz-Modus aufwartet. Ein insgesamt nicht zwingend herausragendes, für die pessimistischen Stunden des Seins aber durchaus beschwingtes Album.

Wertung: (7 / 10)

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