Apologies, I Have None – Black Everything (2014, Uncle-M)

Apologies,_I_Have_None_Black_EverythingEs fällt schwer APOLOGIES, I HAVE NONE zu ignorieren oder nicht irgendwann über die jungen Engländer zu stolpern. Das Debütalbum „London“ kam bei Presse und Publikum gleichermaßen an. Schnell wird da die Keule des Geheimtipps geschwungen. Doch die Mischung stimmt ja auch. Unbekümmertes Auftreten, prägnante Textzeilen und eine gewisse Magie. Das muss dann auch nicht nur eingefleischte Szene-Gänger ansprechen. Mit ihrer neuen EP „Black Everything“ öffnet die zum Trio geschrumpfte Band jedoch erst mal ihre dunklen Tore. Und verarbeitet damit vielleicht auch den Abschied von Dan Bond, der Anfang des Jahres Adieu sagte.

Gegenüber dem Debütalbum klingt die EP grundsätzlich etwas düsterer, schwermütiger. Noch immer bratzen die Gitarren und der nölige Gesang bahnt sich seinen Weg durch die Gehörgänge. Vor allem gilt dies für „Coffee, Alcohol, Codeine, Repeat“. Ein starkes Stück Rockmusik, gnadenlos gut um sich in Mitleid zu suhlen oder einfach auf einem Konzert steil zu gehen. Dagegen wirkt nicht nur der Opener „Raging Through The Thick And Heavy Darkness Of A Bloodlust“ schwerer, düsterer. Auch die Instrumentalisierung ist anders. Häufige Tempowechsel erschaffen eine fragile wie zerrüttete Atmosphäre, in der dennoch immer wieder Platz für tolle Melodien ist.

Mit dieser EP zeigen sich die Briten mal von einer anderen Seite. Packend ist auch diese und diejenigen, die APOLOGIES, I HAVE NONE bereits in ihr Herz geschlossen haben, werden auch hier nicht enttäuscht werden.

Wertung: (7 / 10)

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