Golden Globes: Gala der Außenseiter

golden-globes-logoBei der 72. Verleihung der Golden Globes gab es am gestrigen Abend ein paar handfeste Überraschungen. Nein, nicht die Parodierung von Kim Jong-un oder all die anderen Seitenhiebe auf Nordkorea und die Hacker-Affäre um „The Interview”. Der Gewinn von Richard Linklaters Coming of Age-Drama „Boyhood” in der Kategorie „Bestes Drama” etwa oder dass Wes Andersons „Grand Budapest Hotel” als beste Komödie/bestes Musical ausgezeichnet wurde.

Linklater selbst wurde als Regisseur prämiert, was Alejandro González Iñárritus hoch gehandelten „Birdman” wiederholt leer ausgehen ließ. Durch setzte sich der von vielen Kritikern im Vorfeld als Favorit bezeichnete Film in den Kategorien „Bestes Drehbuch” und „Bester Hauptdarsteller Komödie/Musical” (Michael Keaton). Im Bereich Drama gingen die Hauptpreise an Eddie Redmayne (für seine Darstellung von Stephen Hawking in „Die Entdeckung der Unendlichkeit”) und Julianne Moore („Still Alice”). Beste Hauptdarstellerin im Komödienfach wurde Amy Adams („Big Eyes”). Gänzlich leer aus ging „The Imitation Game”, der sich aber bei den Oscars Chancen ausrechnen darf.

Überraschungen gab es auch bei den TV-Auszeichnungen. Allen voran der Golden Globe für die Drama-Serie „The Affair” überraschte – nicht allein aufgrund der Konkurrenz durch „Game of Thrones” und „House of Cards”. Auch Hauptdarstellerin Ruth Wilson wurde ausgezeichnet. Als bester Hauptdarsteller wurde dann aber doch Kevin Spacey („House of Cards”) geadelt – es ist im achten Anlauf sein erster Golden Globe. Als beste Mini-Serie setzte sich „Fargo” gegen „True Detective” durch und hatte mit Billy Bob Thornton auch beim Hauptdarsteller das Wohlwollen der aus internationalen Journalisten bestehenden Jury auf seiner Seite.

Alle Sieger und Nominierten findet ihr hier.

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