Zombie Brigade – Brigade des Schreckens (AUS 1988)

zombiebrigadeWeltoffenheit hat ihren Preis. Eine kleine Kommune im australischen Outback versucht mit Hilfe eines japanischen Investors Exklusivität zu erlangen. Ein „Robot Man“-Freizeitpark (selbst im Herstellungsjahr 1988 dürfte dieser lachhafte „Transformers“-Klon keinem Kind mehr als ein müdes Achselzucken entlockt haben) soll in der Gegend errichtet werden, wofür dem asiatischen Förderer denn auch artig die komplette Palette urtümlich einheimischer Klischees vorgegaukelt wird. Der Plan scheint aufzugehen. Nur führt der potentielle, der englischen Sprache durchaus mächtige Geldgeber, die Einheimischen an der Nase herum.

Der Aussie-Grusler „Zombie Brigade“ ist ein Heuler oberster Kajüte! Charisma-resistente Darsteller – nicht zu vergessen fürchterlich frisierte Nebenaktricen – fortgeschrittenen Alters langweilen sich (und allen voran den Zuschauer) durch schlecht ausgeleuchtete Interieurs und führen das Horrorgenre zu neuen Tiefen. Wer nach dem knappen Prolog im Garten-Vietnam auf fortlaufende Zwerchfellerschütterung hofft, dem werden die folgenden 90 Minuten wie ein Gewaltmarsch ohne Stiefel erscheinen. Es wird geredet und geredet. Verständlich, dass sich die Untoten ihren Gram nicht lang verkneifen können.

Für das Wohl der Gemeinde geht Bürgermeister Ransom (Geoffrey Gibbs) über Leichen. Nicht aus mörderischer Absicht, sondern weil ein Denkmal für eine Gruppe im Vietnamkrieg gefallener australischer Soldaten den Weg des Themenparks versperrt. Eine Sprengung und viele Minuten später graben sich die Gefallenen aus den Trümmern und machen sich an die Terrorisierung der Lebenden. Den talentlosen Machern gerät der daraus resultierende Überlebensk(r)ampf derart dröge und spannungslos, dass der Streifen selbst für hartgesottene Vielseher zur echten Bewährungsprobe wird.

Groß ist das von den Zombie-Soldaten ausgehende Unheil nicht. Die uniformierten Leichen, während des Krieges natürlich mit einem Virus infiziert, reißen hier und da fauchend die Mäuler auf oder würgen ahnungslose Passanten. Das Spiel der bleich geschminkten Komparsen passt sich den steifen Endlosdialogen damit in beeindruckender Zähigkeit an. Am Ende dieses so lustlosen wie blutleeren Kasperquatsches werden die Wiedergänger, die in Erscheinung und Verhalten mehr an Vampire gemahnen, mit Holzpflock und gesanglich beschworenen Gegen-Zombies (!) aufgehalten. Die verbliebenen Untoten dürfen gar am Ende mit Sarg und Flagge über die Felder tollen. Just beyond bad!

Wertung: (1 / 10)

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