Zombie Attack! – Museum of the Dead (USA 2004)

museum-of-the-deadDass Produzent und Regisseur James Glenn Dudelson („Horror 101“) zur Zeit an einem Remake und einer Fortsetzung zu George A. Romeros „Day of the Dead“ arbeitet, gibt wenig Anlass zur Freude. Denn bereits 2004 versuchte sich Dudelson im Zombie-Genre und legte mit „Museum of the Dead“ einen der kläglichsten Horrorfilme der letzten zwei Dekaden vor.

Darin besuchen die Freundinnen Jewel und Lisa das Museum des Todes. Dieses öffnet nur an Halloween seine Pforten und entführt die Besucher in ein mysteriöses Labyrinth des Schreckens. Der Haken dabei: Zombies und Menschenfresser an diesem Ort sind echt und machen bald Jagd auf das vitale Frischfleisch. Überdies bleibt den Eingeschlossenen nur wenig Zeit zur Flucht, droht das Museum der Toten doch seine Tore für immer zu schließen.

„Museum of the Dead“ – in Deutschland auch unter dem Titel „Zombie Attack!“ vertrieben – ist grottenschlechter Videoschund zum abgewöhnen. Mit verfremdenden Filtern und Computereffekten bedient sich der Film bei den technischen Gegebenheiten der Moderne – und wirkt doch so altbacken wie Oma und Apfelkuchen. Die kaum erwähnenswerten Darsteller stolpern lust- wie ausdruckslos durch finstre Studiokulissen einem banalen Finale entgegen. Spannung, geschweige denn Atmosphäre entsteht dabei nicht mal im Ansatz.

Die eindimensionalen Figuren werden charakterlos eingeführt und meist ebenso rasch wieder beseitigt. So verkommen nicht nur die Untoten zu schmucklosem Beiwerk eines stilistisch völlig unausgegorenen Films. Auf Blut wird vorwiegend verzichtet, was den Streifen nicht mal mehr für hartgesottene Splatterfans interessant macht. Stattdessen wird die Kamera experimentell geschüttelt, bis die Bilder auf dem Bildschirm zu undurchsichtigen Farbschnipseln zerstäuben.

Was Wes Cravens Name auf dem Cover dieses Schmalspurgruslers verloren hat, gibt auch im nachhinein Rätsel auf. Allerdings wäre „Museum of the Dead“ nicht die erste Videoproduktion, für dessen Veröffentlichung der „Nightmare on Elm Street“-Schöpfer seine Reputation als Filmemacher besudelt hätte. Bleibt nur zu hoffen, dass es vorerst die letzte bleibt.

Wertung: (1 / 10)

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