Zeki Min – Majestic (2014, Gunner Records)

zekiminLangsam werden die Tage wieder kürzer und auch die hochsommerlichen Temperaturen weichen dem anrückenden Herbst. Den Soundtrack zum Übergang der Jahreszeiten – zumindest könnte man dies so benennen – liefert ZEKI MIN, seines Zeichens Frontmann von THE DRIFTWOOD FAIRYTALES. Mit seinem Solo-Einstand „Majestic“ liefert der Musiker ein nettes Album ab, mit dem er sich für die gemütlicheren und ruhigeren Stunden des Tages empfiehlt.

Angesichts zahlloser Singer/Songwriter wirkt ZEKI MIN jedoch nicht wie ein x-beliebiger Trittbrettfahrer. Zwar bietet „Majestic“ stilistisch nicht unbedingt etwas neues, aber die Stimme des Musikers gefällt zu erst einmal. Darüber hinaus weiß der Mann, wie man melancholische, nachdenkliche und dann auch wieder flottere Songs richtig verpackt und vorträgt. Neben seiner Gitarre kommen auch andere Instrumente zum Einsatz. Auch jetzt sollte man nicht das Wort Wort Innovation herbei schwören, doch die Songs klingen nicht alle gleich und für eine Spur Abwechslung ist definitiv gesorgt.

„Majestic“ regt an. Zum Nachdenken, zum sich fallen lassen. Zum Wohlfühlen. Meistens zumindest, denn ab und an wünscht man sich doch ein bisschen mehr Feuer herbei. Oder aber ein Merkmal, welches ZEKI MIN von anderen seiner Zunft abhebt. Keine Frage, „Majestic“ ist ein nettes, bisweilen richtig schönes Album, mit einigen wirklich schönen Songs. Aber derartige Alben gibt es mittlerweile zuhauf. Das macht es auch für ZEKI MIN nicht einfacher. Zu wünschen wäre es ihm jedoch allemal.

Wertung: (6,5 / 10)

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