Yellowcard – Southern Air (2012, Hopeless Records)

yellowcard-southern-airYELLOWCARD bleiben YELLOWCARD. Auch auf „Southern Air“, ihrem nunmehr achten Studioalbum. Es ist bereits das zweite über Hopeless Records nach dem erfolgreichen Labeleinstand „When You’re Through Thinking, Say Yes“. Dazwischen liegen kaum eineinhalb Jahre. Große Veränderungen waren also nicht zu erwarten – und erst recht keine Überraschungen. Aber die Band aus Florida ist eine Konstante, die ob ihrer kalkulierten Glätte durchaus streitbar bleibt, bei der man aber stets weiß, was man bekommt. Dass sie nach all den Jahren noch immer unverändert rege die Fahne des Pop-Punk in die Höhe recken, wirkt auf stoische Weise sympathisch. Und mehr als das wollen sie auch gar nicht sein. In der Wirkung nett, mit perlweißem Grinsen.

So sind sie eine sichere Anlaufstelle für Heranwachsende, die sich mit ihren Texten identifizieren können. Aber genau da liegt das Problem. YELLOWCARD erlauben ihrem Publikum nicht, mit ihnen zu wachsen. Sie erzählen die immer gleichen abgegriffenen Geschichten. Platz für Entwicklung bleibt da wenig. „Southern Air“ ist eingängig, keine Frage, mit Songs wie „Awakening“, „Here I Am Alive“ oder „A Vicious Sound“ zudem ausreichend hitverdächtig bestückt. Aber der Unterschied zum Vorgänger ist marginal. Ein bisschen weniger Geige, ein bisschen mehr Rock. Das war’s aber schon. Aus dem Rahmen fällt lediglich die Ballade „Ten“, die den Verlust eines (ungeborenen) Kindes behandelt. Der Rest ist wohliger Gleichklang. Aber das wussten wir ja ohnehin schon längst.

Wertung: (6 / 10)

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