When in Rome – Fünf Männer sind vier zu viel (USA 2010)

when-in-romeRom, ewige Stadt und Metropole der Liebe, beflügelt das romantische Kino seit jeher. Italiens Kapitale bietet vor kunsthistorischem Ambiente den optimalen Rahmen für amouröse Gefühlswallungen und Schmetterlinge im Bauch. Doch gerade an die will die junge wie erfolgreiche New Yorker Kuratorin Beth („Veronica Mars“ Kristen Bell) nicht mehr so recht glauben. Sie lebt ihren Job und will sich auch überhaupt nur auf den Mann einlassen, der es wert wäre über ihre Arbeit gestellt zu werden. Ein solcher könnte der charmante Ex-Sportler Nick (Josh Duhamel, „Transformers“) sein, dessen Karriere abrupt endete, als ihn auf dem Footballfeld der Blitz traf.

Ähnlich verhält es sich mit Beth, als sie ihn auf der Spontanhochzeit ihrer jüngeren Schwester in Rom kennenlernt. Weil sie ihn jedoch bereits vergeben wähnt, steigt sie im Champagnerrausch in den Brunnen der Liebe, in den unzählige Touristen Münzgeld versenken, um Amors Treffsicherheit auf die Sprünge zu helfen. Vier Geldstücke und einen Spielchip fischt sie beschwipst aus dem Brunnen und muss sich zurück in der Heimat bald schwer wundern. Denn auf magische Weise sind ihr jene fünf Männer verfallen, deren Zoll an den Liebesgott sie an sich genommen hat.

Und während sich Beth von einem Straßenzauberer („Napoleon Dynamite“ Jon Heder), einem Model (Dax Shepard, „Idiocracy“), einem verhinderten Künstler (Will Arnett, „Die Eisprinzen“) sowie einem Wurstfabrikanten (Danny DeVito, „Big Fish“) verfolgt sieht, tritt auch Nick mit überraschender Hartnäckigkeit in ihr Leben. Seine Zuneigung gibt ihr den Glauben an die Liebe zurück. Da sie aber vermuten muss, dass auch er dem Zauber des Brunnens verfallen ist, geht sie auf Distanz. Schließlich ist er ja nicht aus freien Stücken in sie verschossen. Oder etwa doch?

Über die märchenhaft phantastische Grundierung muss man schon hinwegsehen können, um den mit slapstickhaftem Humor aufgepeppten romantischen Schwank unbeschwert genießen zu können. Aber auch die Liebe bleibt nicht erklärbar, warum sollte es da mit der Macht römischer Brunnen anders sein? Die von Mark Steven Johnson („Ghost Rider“) beschwingt inszenierte und von den Hauptdarstellern launig gespielte Burleske macht Spaß, ohne dabei wirklich Neues zu bieten. Besonders die Figuren der Beth hörigen Verehrer geben mit Ausnahme von DeVito kaum Zählbares her. Für einen netten Abend zu zweit bürgt „When in Rome“ aber dennoch leichter Hand.

Wertung: (6 / 10)

 

scroll to top