We Ride – Directions (2010, Chorus of One Records)

we-ride-directionsDie meisten Bands, allen voran im Independent-Segment, entspringen dem Drang, der eigenen musikalischen Vorliebe selbst Ausdruck zu verleihen. WE RIDE aus dem spanischen Vigo sind da keine Ausnahme. Im Frühjahr 2009 gegründet, kam für vier vom Hardcore besessene Freunde schlicht nichts anderes in Frage, als selbst die Instrumente zur Hand zu nehmen und der Szene ein weiteres – und nicht zuletzt eigenes – Gesicht zu geben. Betrachtet man das Debütalbum „Directions“, ist dieser Schritt als durchaus gelungen zu erachten.

Sicher, das Rad erfinden die Galicier nicht neu, dafür aber reißt der rotzig gespielte und mit punkigem Nachhall nach vorn gepeitschte Hardcore ordentlich mit. Das liegt nicht zuletzt an Frontröhre Mimi, die sich mit eindrucksvoller Wucht die Seele aus dem hübschen Halse plärrt. Ihre stimmliche Präsenz wird von mehrstimmigen Refrains und einer um Abwechslungsreichtum bemühten Melodik gestützt, die bei „Moments“ neben einem Duett gar balladeske Züge zulässt. Auch vor metallischen Breakdown-Parts scheuen WE RIDE nicht zurück, so dass ihr von kämpferischen Texten gesäumter Einstand schlichtweg Lust auf mehr macht!

Wertung: (7 / 10)

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