Waterdown – Into the Flames (2010, Uncle M/Cargo Records)

Irgendwann musste der Schlussstrich kommen. Zumindest kam er nicht ganz überraschend. Mehr als zehn Jahre haben WATERDOWN durchgehalten und sagen nun Adieu. Zuvor noch eine kleine Tour und ein paar letzte Songs. Das soll es dann gewesen sein, für die erste deutsche Band auf Victory Records. Hören kann diesen Satz wohl niemand mehr, aber trotzdem ist dieser Ausspruch seit „Never Kill the Boy On the First Date”-Tagen fest mit der Band verwurzelt. Sie waren mal präsenter, was sich im Laufe der Zeit etwas gelegt hat. Doch genauso waren sie immer da, nie wirklich weg, trotz all der Besetzungswechsel.

Für ihr Abschieds-Mini-Album haben WATERDOWN all ihre Einflüsse und musikalischen Eigenschaften der letzten Jahre in die Waagschale geworfen. Ihr Finale klingt so unterschiedlich wie kein Album zuvor. Mit dem brachialen Opener „Get What You Give” bewegt sich alles noch im üblichen Rahmen aus Geschrei und Härte. Auch das folgende „We Are Not the Children” steht auf einer eher deftigen Speisekarte. Erstmals klarer wird es mit dem Titeltrack, hier scheinen vor allem die Anfangstage durch. Mit „Anchor Lost” oder „Dragged Through the Dirt” gibt es aber auch ruhige, zum Teil nur akustische Songs. Für einen Abschied ist das nett, wirklich hoch sind die Erwartungen aber auch nicht mehr gesteckt. Trotzdem, irgendwie werden sie fehlen. Ein ordentliches, ein solides Ende einer bisweilen aufregenden Reise.

Wertung: 6 out of 10 stars (6 / 10)

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