War of the Dead – Band of Zombies (LT/I/USA 2011)

warofthedeadKrieg ist die Hölle. Was läge also näher, als ihn filmisch mit Elementen des Horrors zu verknüpfen? Schließlich schöpfte schon Masken- und Effekt-Ikone Tom Savini („Zombie – Dawn of the Dead“) viele Ideen aus seinen Erfahrungen als Militärfotograf während des Vietnam-Krieges. Die direkte Verknüpfung übersinnlicher Schrecken und ganz und gar irdischer Gefechtsgräuel erfolgte beispielsweise bei „The Bunker“ (2001) oder „Deathwatch“ (2002), in deren Tradition auch „War of the Dead“ steht. Nur lässt der in Anlehnung an Beiträge wie Oase der Zombies (1983) die Untoten aus den Schützengräben steigen.

Im Jahre 1941 wird US-Offiziert Captain Stone (Andrew Tiernan, „300“) beauftragt, an der Seite einer finnischen Einheit eine russische Stellung zu zerstören. Allerdings bleibt der Vorstoß der Männer nicht unentdeckt und nach einem Feuergefecht mit dem Feind bleibt nur der Rückzug. Bei Anbruch der Nacht kündigt sich jedoch eine neue Gefahr an: Untote Soldaten, das Resultat einer Versuchsreihe der Nazis, strömen durch die entlegenen Wälder und machen Jagd auf Stone und die bald bis auf Lieutenant Laakso (Mikko Leppilampi) dezimierten Gefährten.

Bereits 2007 begonnen, konnte Autor, Regisseur und Produzent Marko Mäkilaakso („Deadly Descent“) den Streifen aufgrund finanzieller Probleme erst 2011 vollenden. Die litauisch-amerikanisch-italienische Co-Produktion ist zweifelsfrei ambitioniert (in der Gegenüberstellung der sich bekriegenden Nationen aber nicht zwingend sinnig), was sich partiell bei Bebilderung und angestrebter Stilistik zeigt. Allerdings taugt der Plot kaum umfänglich für einen Spielfilm und auch die guten Ansätze verpuffen recht bald in monotonem Schiebenschießen inklusive heftig geschwenkter Kamera.

Auf der Suche nach einem Ausweg kreuzen Stone und Laakso den Weg des versprengten Russen Kolya (Samuel Vauramo), der ihnen den Weg zu jenem Bunker weist, in dem die Deutschen Experimente ihren folgenschweren Lauf nahmen. Der Weg dahin ist gesäumt von in der Dunkelheit niedergestreckten Zombie-Soldaten, die entgegen der Gepflogenheiten Romeros erstaunlich fidel in den Kampf ziehen. Nur ist der recht eintönig geraten, woran auch gelegentliche Härten wenig ändern. Auch die Figuren bleiben nur auf den Finger am Abzug reduzierte Schablonen, so dass (auch) diese Vermengung von Kriegs- und Horrorfilm keine Bereicherung für beide Genres darstellt.

Wertung: (3,5 / 10)

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