Venerea – Last Call For Adderall (2016, Destiny Records)

venerealastcallSeit zweieinhalb Dekaden nun schon halten VENEREA die Fahne des Melo-Core in großer gelb-blauer Fahne hoch. In all der Zeit wurde es immer wieder mal etwas stiller um die Band, doch zumindest taten sie so viel, damit man sie nicht gänzlich aus dem Gedächtnis verliert. Dennoch erscheint nun ohne große Vorankündigungen mit „Last Call For Adderall“ ein neues Studioalbum.

Während andere Weggefährten in den vergangenen Jahren immer wieder an einem „erwachseneren“ Sound schraubten, schien dies für VENEREA nie ein Diskussionspunkt gewesen zu sein. Ihre Musik hat sich im Laufe der Jahre nicht wesentlich verändert und so kann man leicht eine Brücke von alten Klassikern wie „Loosing Weight – Gaining Ground“ zu „Last Call For Adderall“ schlagen. Eventuell vorhandene Zweifel – ob es die Band noch kann – werden gleich mit dem furiosen „Going Home“ zerschlagen. Der temporeiche wie gleichermaßen melodische Opener vereint eindrucksvoll und auf den Punkt gebracht alle Trademarks dieser Band. Und beiläufig auch die eines ganzen – etwas untergegangenen – Genres. Für den nötigen Wiedererkennungswert ist demnach schnell gesorgt.

Auch „Raising My Game“ und „Vicious Circle“ eilen geschwind nach vorn und vereinen auch im Jahre 2016 all das Gute, was diese Band über nun 25 Jahre auszeichnet. Das überaus hymnische “Times Are Hard” darf künftig in einem Atemzug mit alten Klassikern genannt werden und entpuppt sich als nur einer von mehreren potentiellen Hits. Ein definitiv mehr als nur solides Album der alten Melo-Core Recken.

Wertung: (7 / 10)

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