Valentine – Schrei, wenn Du kannst (USA/AUS 2001)

valentine-schrei-wenn-du-kannstDies ist einer der Filme, für die man seinen Videothekar am liebsten verklagen würde. Aber stattdessen muss man auch noch sechs Mark für den Mist löhnen. Jamie Blanks, verantwortlich für den nicht ganz so schlechten „Düstere Legenden”, hat sich mit „Valentine” – oder eben „Schrei, wenn du kannst” – sein berufliches Grab geschaufelt.

Beim Abschlußball bekommt der zurückhaltene Jeremy Melton (Joel Palmer) einen Korb nach dem anderen, nur die etwas dickere Dorothy (Jessica Capshaw) erbarmt sich und fängt mit ihm eine Knutscherei an. Um vor den anderen nicht ganz doof dazustehen, sagt sie einfach, der Kerl hätte sie begrapscht und schon gibt es für ihn eine Tracht Prügel. Einige Jahre später verringert sich die Zahl der damals umworbenen Damen (u.a. Katherine Heigl, „Roswell”) stetig.

So viel zum extrem dünnen Inhalt. Das im Fahrwasser von „Scream” einige Teenie-Schlitzer-Filme an Land gespült wurden, die nicht ganz dem Standard des erwähnten gerecht wurden, hat man in den letzten Jahren mehrmals bemerkt („Sex oder Stirb”). Dieser Film pinkelt allerdings mit beachtlicher Qualitätslosigkeit auf das mittlerweile wieder fast tote Genre. Denn „Valentine” besticht durch eine völlig lieblos und hervorsehbar heruntergekurbelte Inszenierung sowie gänzliche Spannungsfreiheit.

Hinzu gesellen sich mehr als blasse Schauspieler, vor allem Ex-Bond-Girl Denise Richards bettelt den Zuschauer mit ihrer desolaten Vorstellung förmlich an, ihr das Mitwirken in diesem Schund zu verzeihen. Der Killer sollte schnell ausgemacht sein, obwohl das eigentlich zum Ende hin niemanden mehr interessiert. Die Aneinanderreihung mehr als dämlicher Szenen und Ungereimtheiten hat den einzigen Vorteil, dass man anhand dieses Beispiels sieht, wie man es besser nicht machen sollte. Hoffentlich bleiben uns solche Machwerke in Zukunft erspart.

Wertung: 3 out of 10 stars (3 / 10)

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