Useless ID – State Is Burning (2016, Fat Wreck)

uselessidstateMit ihrem achten Album präsentieren sich die israelischen Punkrocker von USELESS ID mal wieder etwas zünftiger. Nachdem besonders die letzten beiden Alben mit ihren melodisch melancholischen Einschlägen gehörig in Richtung NO USE FOR A NAME schielten, zeigen die vier Jungs aus Haifa auf „State Is Burning“, was sie von all dem Leid in der Welt halten. Textlich sowieso, aber nun auch mal wieder musikalisch mit mehr Schmackes in Stimme und Instrumenten.

Der Opener „Land of Idiocracy“ und das folgende „Stopwatch“ erinnern in Punkto Tempo und Wut fast an die SUICIDE MACHINES, wenn diese mal die Ska-Elemente Außen vor lassen. Das Tempo wurde merklich angezogen und auch der Gesang klingt etwas rauer und wütender. Dazu jedoch gesellen sich die für sie typischen melodischen Refrains, was gerade bei „Stopwatch“ zum Vorschein kommt. Doch nicht alles klingt bitter auf „State Is Burning“. „Night Shift“ könnte direkt von der kalifornischen Küste stammen. Man hält kurz inne und ersetzt die anfängliche Wut durch klassische Elemente des Melo-Cores der 90-er und frühen 00-er Jahre. Die fantastische Hymne „We Don´t Want The Airwaves“ mit Ray Bottlerocket Unterstützung überzeugt weiterhin, nachdem diese bereits vorab auf der gleichnamigen EP veröffentlicht wurde.

Schön das USELESS ID auch noch mal eine andere Seite von sich zeigen (können). Das Album ist abwechslungsreicher und hat gleich einige Hits zu bieten. Wenn das mal alle von sich behaupten könnten.

Wertung: (7 / 10)

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