Uppercut – Tables Turned (2006, I Scream Records)

uppercut-tables-turnedEine Reise durch die Zeit unternehmen einmal mehr unsere niederländischen Nachbarn. UPPERCUT drehen das Rad der Zeit um gut und gern zwei Jahrzehnte zurück und huldigen dem US-Hardcore der alten Schule. Die Klasse der GORILLA BISCUITS erreicht das Gespann zwar nicht, doch gestaltet sich ihr Album „Tables Turned“ ansprechend anachronistisch. Die Produktion ist angemessen, die schwarz-weiß gezeichnete Coverillustration allein der retrospektive Blick auf die amerikanische Ostküste der 80er Jahre.

Die Vocals sind vollends unmelodisch und standesgemäß angepisst, der Bass-beherrschte Sound mit Punk-Anleihen gestreckt. Musikalisch so überzeugend wie überschaubar, verfügt „Tables Turned“ über ausreichend dreckiges Hitpotential, dass sich treibende Instrumentalparts und Mitgrölpassagen reibungslos ins Gesamtbild fügen. Mehr Zeit als notwendig verschwenden UPPERCUT nicht, ihre 13 Songs nehmen kaum mehr als 21 Minuten Spielzeit in Beschlag. Der Vierer reaktiviert die guten alten Tage des Hardcore und beschränkt sich dabei auf das Wesentliche. In Zeiten des penetrant dominierenden Metal-Core eine geradezu erfrischende Brise.

Wertung: (7 / 10)

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