Upon a Burning Body – The World is My Enemy Now (2014, Sumerian Records)

upon-a-burning-body-the-world-is-my-enemy-now„I’m not sorry for the way that I am“ heißt es zum Auftakt von „Red Razor Wrists“, der ersten Auskopplung des UPON A BURNING BODY-Drittwerks „The World is My Enemy Now“. Entschuldigen müssen sich die Texaner wahrlich für nichts. Höchstens für den kläglich gescheiterten PR-Versuch, bei dem im Vorfeld das spurlose Verschwinden von Frontmann Danny im Social Web inszeniert wurde. Nur konnte darüber niemand so recht lachen.

Sei es drum, manche Menschen sind eben immer noch der Meinung, schlechte Presse sei besser als gar keine. Aber zurück zu „The World is My Enemy Now“, auf dem die Band mal ansprechenden, mal schematisch wirkenden Metal-Hardcore mit deutlichen Death-Tendenzen und elektronischen Farbtupfern auffährt. Dass dies bewährte Konzept aufgeht, zeigt neben erwähnter Single auch das folgende „Scars“, das sein treibendes Riff-Gewitter in einen gefälligen Refrain münden lässt. Partiell zieht das gut mit, erweist sich im Gesamtkontext der Platte aber eine Spur zu aufgesetzt und vor allem beliebig.

Tracks wie „Bring the Rain“ wirken schlicht langweilig und wandeln einzig auf arg breitgetretenen Pfaden. Mehr Spaß machen da schon das kernigen Südstaaten-Rock streifende „The New Breed“ oder das auf epische Breite schielende „Judgement“. Nur stehen ihnen gen Ende dann wieder Beiträge wie „I’ve Earned My Time“ gegenüber, das insbesondere über den bemüht rockigen Refrain beiläufiges Achselzucken forciert. Auf dem Schirm haben sollte die Deathcore-Fraktion UPON A BURNING BODY definitiv. Origineller und insgesamt überzeugender als hier geht es aber dennoch ohne Frage.

Wertung: 6 out of 10 stars (6 / 10)

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