Uncommon Men From Mars – Functional Dysfunctionality (2009, Kicking Records)

Die Zahlen sprechen erst einmal für sich: Zehn Jahre gibt es nun die französischen Punkrocker von UNCOMMON MEN FROM MARS nun schon und etwa alle anderthalb Jahre gab es ein neues Album zu hören. Konzerte haben sie natürlich auch gespielt, der vierstellige Bereich wurde zwischenzeitlich erklommen. Aber Zahlen sind halt nicht alles. Das galt schon für ihre letzte Mini-LP „Longer Than an EP, Shorter Than an Album!“. Auch „Functional Dysfunctionality“ hat letztlich das gleiche „Problem“. Die Songs sind nett, manchmal auch echt gut, aber eben nie überragend oder grandios. Das müssen sie sicherlich prinzipiell auch nicht sein, aber wenn die Musik wie eine Mixtur aus DIESEL BOY, BLINK-182 und PROPAGANDHI klingt, dann sollte man doch den einen oder anderen Kracher mit an Bord haben.

Dabei ist dies einfach eine Band, der man nur das Beste wünscht. Grundsympathisch – zuletzt noch im Vorprogramm der BOUNCING SOULS in Köln gesehen – und mit dem Herzen am rechten Fleck. Und Songs wie „Vampire Girl“ oder „Bad Ideas“ machen ja auch Laune, gar keine Frage. Aber sie bleiben nicht hängen, auch wenn sie hier deutlich eingängiger zu Werke gehen als an anderer Stelle. Auch das kennt man von ihnen. Dann wird es etwas ungestümer, der Opener „It’s All For the Greater Good“ oder das ebenfalls zügige „Positive Nihilist“ sind solche Dinger. Besser gefallen aber die melodischeren Stücke, siehe auch noch zwingend „Get Back On Your Horse“. Das kennen wir alles, haben wir unzählige Male drauf abgefeiert und es macht ja auch immer noch Spaß. Aber eben nicht mehr so wie früher. Und selbst dann wären sie immer noch „nett“, aber nicht „herausragend“.

Wertung: (6,5 / 10)

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