Una de Zombies (E 2003)

unadezombiesNerd Aijón (Miguel Ángel Aijón) und Möchtegern-Macho Caspas (Miguel Ángel Aparicio) sind nicht nur dicke Kumpel, sie sind auch beide chronisch pleite. Das hindert sie aber selbstredend nicht daran, einen Film drehen zu wollen. Jünger von Olaf Ittenbach und Co. ahnen es natürlich schon: Ambitioniert, aber keine Asche in der Tasche, es wird ein Zombiefilm! Und dann wird‘s vollkommen absurd, da das (eigentlich nicht vorhandene) Drehbuch Aijóns sich mit der Realität vermischt. Ein verrückter Satanist, der Tote tatsächlich ins Leben zurückholen kann, spielt da eine nicht unwichtige Rolle. So auch ein Auftragskiller, ein weibliches Keyser Soze-Pendant, die alle nur als La Puños kennen und Santiago Segura (in Spanien als Ekel-Cop Torrente megapopulär) in gleich dreifacher Ausführung. Wirr und verdreht ja, aber auch unterhaltsam?

Ne, das war nix. Die Inszenierung bleibt amateurhaft, die meisten Gags zu flach und die Darsteller nicht besonders erwähnenswert. Aber immerhin Zombies, oder? Na ja, auch nicht ganz. Die Toten werden zwar wieder ins Leben zurückgeholt, aber mit Zombies haben sie so gut wie nichts gemein. Denn sie sprechen, bewegen sich normal, schießen mit Waffen herum und sehen auch sonst wie normale Menschen aus. Das grüne Blut in ihren Adern sieht zwar sehr vulkanisch aus, aber sicherlich ist das purer Zufall. Splatter darf man nicht erwarten, es gibt eine zu offensichtliche Gummibauchdecke, der ein Herz entnommen wird und einen auf einem Metalgitter aufgespießten Gangster-Zombie. Sonstige Action – es wird relativ viel geballert – ist auch nicht der Rede wert, da sie steifer und unspektakulär nicht hätte ausfallen können.

„Una de Zombis“ will ständig witzig sein, nur sind die meisten dieser lustigen Momente doch ziemlich mau geraten. Hier und da eine nette Anspielung reicht noch nicht um wirklich witzig zu sein. Die Spanier können das schon besser, Álex de la Iglesias „El día de la bestia” sei da mal exemplarisch genannt. Dass Miguel Ángel Lamatas Komödie beim 2004er Nürnberger „Weekend of Fear” den Audience Award davon trug, ist genauso rätselhaft, wie die diffuse Handlung des Films. Es bleibt einer dieser Streifen, die man einmal sieht und gleich wieder aus seinem Schädel verbannt. Und das mit Recht!

Wertung: (2 / 10)

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