True Justice: Dead Drop (S. 2/Ep. 9+10) (USA/CDN 2012)

true-justice-dead-dropDie Geister- und Terroristenjagd geht weiter. In „Angel of Death“, den Folgen 7 und 8 der zweiten „True Justice“-Staffel, verhinderten Elijah Kane (Steven Seagal) und sein Team die Zündung einer Atombombe auf amerikanischem Boden. Doch ist es der einzige Sprengkopf? Und welche Rolle spielt der als ‚The Ghost‘ bekannte Hintermann? Antworten, so viel darf verraten werden, liefert „Dead Drop“, der vorletzte Part der zu Spielfilmen verknüpften Episodendoppel, nur bedingt. Dafür wirft er weitere Fragen auf, insbesondere hinsichtlich der Zurechnungsfähigkeit des Autorengespanns. Zu dem zählt Keonie Waxman („Force of Execution“), der auch diesmal die Regie übernahm.

Bis hierhin war Season zwei brauchbare Mittelpracht mit Hang zu brutaler B-Action. An der ändert sich wenig, so dass auch diesmal wieder Ärsche versohlt und Blutbeutel zum Bersten gebracht werden. Die aufgeblasene, im Wesentlichen jedoch geradlinige Story schlägt mit diesem Anfang vom (Staffel-)Ende aber recht zusammenhanglose Purzelbäume. Das beginnt mit einem nächtlichen Überfall auf Kane und CIA-Agent Marcus (Adrian Holmes). Während Seagal fachgerecht die renitente Ein-Mann-Armee raushängen lässt, erschießt der Auftraggeber im Staatsdienst den letzten Überlebenden Angreifer ohne Not. Das regt Skepsis an.

Um den daran geknüpften Verdacht für den Zuschauer verständlich zu machen, ergeht sich Kane in Dialogfülle. Doch gerade mit solcher Verbalübervorteilung hat Seagal dem Publikum noch nie einen Gefallen getan. Trotzdem bleibt Hälfte eins (respektive Folge 9) glanzlose Routine. Über den Unmenschen Lynch (Rick Ravanello, „Snitch“), der auch als Attentäter von Kanes Untergebener Sarah (Sarah Lind) identifiziert wird, wollen die im Verborgenen operierenden Bewahrer von Frieden und Ordnung die nächste Atombombe ausfindig machen. Dafür paktiert Kane mit dem russischen Geheimdienst, der mit Befehlshaberin Anna (Emilie Ullerup, „Sanctuary“) gleich eine Bettgespielin für ihn in die Federn wirft.

Lynch aber ist ein durchaus cleverer Gegenspieler. Die ihn verfolgenden Simms (Lochlyn Munro) und Garcia (Jesse Hutch) vermöbelt er kurzerhand und liefert sich letztlich ein albernes Auto-Duell mit dem unzerstörbaren Bauchspeck-Terminator Kane. Die Action geht in Ordnung, was von der kryptischen Story wahrlich nicht behauptet werden kann. So ist Marcus recht fix als Feind in den eigenen Reihen enttarnt und auch dessen Informant Edi Gogol (Zak Santiago) hat sein Willkommen auf der Mattscheibe offenkundig ausgereizt. Anna und Gefolge dürfen noch von einem CIA-Sonderkommando attackiert werden, was dem Mangel an Sinnstiftung zuträgt. So viel Handlung ist man von typischen Seagal-Vehikeln nicht gewohnt. Eine inhaltlich wirre und insgesamt recht dürftige Entwicklung.

Wertung: (4 / 10)

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