Tribute to Nothing – Act Without Words (2002, Lockjaw Records/Cargo Records)

In ihrer Heimat Großbritannien verfügen TRIBUTE TO NOTHING bereits über einen guten Namen, hier jedoch sind die Vier ein noch relativ unbeschriebenes Blatt. Das allerdings könnte sich in den nächsten Wochen durchaus ändern. Zum einen wurde Anfang September ihr Album „Act Without Words“ veröffentlicht und ab Ende September wird direkt eine Split mit THREE MINUTE POETRY nachgeschoben. Dazu gibt es im Oktober eine ausgedehnte Tour, bei der sie sich die Bühne u.a. mit AND THE WINNER IS… und den bereits erwähnten THREE MINUTE POETRY teilen werden.

Auf „Act Without Words“ zelebrieren TRIBUTE TO NOTHING Post-Hardcore, der an QUICKSAND oder auch ältere AT THE DRIVE-IN erinnert. Vertrackte Songstrukturen treffen auf harte und wuchtige Gitarren, mehrstimmiger Gesang wechselt mit wütenden Schreipassagen. Wert wird dabei jedoch auch auf ein melodisches Gleichgewicht gelegt. Die Songs bieten dem Hörer nicht immer eine Stimmung, vielmehr vermitteln die Stücke ein Spektrum aus Trauer, Wut und Melancholie, was durch etliche Tempowechsel zusätzlich untermauert wird.

Die zehn Stücke haben etwas für sich, ohne Frage, doch tue ich mich mit solchem Material vor allem zu Beginn meist etwas schwer. Es ist keine Musik, die sich einem sofort erschließt, man braucht schon einige Hörgänge. Dann aber kann der Großteil von „Act Without Words“ ohne Frage fesseln.

Wertung: (6,5 / 10)

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