Thumb – 3 (2001, EMI)

thumb3Nach nunmehr vier Jahren Abstinenz präsentieren THUMB mit „3“ den lang ersehnten Nachfolger ihres Referenzwerkes „Exposure“. Dessen Qualität und Status schaffen fraglos eine gewisse Erwartungshaltung, wenn es um einen Nachfolger geht. Mindestens ebenso groß wie diese ist allerdings auch die Ernüchterung. Denn was die Band um Frontmann Claus Grabke hier präsentiert, ist eine schlichte Unterwerfung an mittlerweile gängige Standards der alternativen Musikszene.

Diese wurde in  der Auszeit THUMBs von (Vorreiter-)Kapellen wie KORN, LIMP BIZKIT oder den jüngst abgefeierten DEFTONES fast bis zum Erbrechen initiiert. So schlecht, wie es sich auf den ersten Blick nun anhören mag, ist der neueste Streich der Westfalen schlussendlich zwar nicht, nur überwiegt einfach die Enttäuschung darüber, das „Weiße Pony“ schnellen Schrittes gen Gütersloh gallopieren zu sehen. Wo „Exposure“ seiner Zeit voraus war, scheint „3“ eben dieser weit hinterher zu laufen.

Wertung: (5 / 10)

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