These Hearts – Forever Ended Yesterday (2011, Victory Records)

these-hearts-forever-ended-yesterdayChipmunks meets Screamo. Oder: Musik von Teenies für Teenies. Victory Records erschließt die Jugendkultur auch mit THESE HEARTS, schön-gefönten gutgelaunten Nachwuchs-Rebellen, die mit ihrer Musik aus der Norm ausbrechen wollen, sie in Wahrheit aber vom Scheitel bis zur Sohle erfüllen. „Forever Ended Yesterday“, das Debüt der US-Jungspunde, stellt den Labelkollegen von A DAY TO REMEMBER nach und präsentiert eine nahezu keimfreie Mischung aus Pop-Punk und Hardcore. Ohne Ecken und Kanten, dafür mit Kitsch und Pathos, um dem jugendlichen Herzen aus der Seele zu sprechen. Energie und Bewegung ist ausreichend vorhanden, dufte Refrains und wuchtige Shouts sorgen für Abwechslung nach Blaupause des modernen Post-Hardcores.

Gruselig ist der Gesang, der neben dem standardisierten Geplärre in Höhen gezerrt wird, die in den Ohren schmerzen. Eierlosigkeit entspringt hier also nicht nur dem mangelnden Mut, jedem Klischee des in Amerika noch immer äußerst populären Emo-Hardcore gerecht werden zu wollen. Gefällig ist das sicher, in seiner Verkettung einschmeichelnder Melodien und spannungsfreier Breakdowns aber akut ideenlos. Selbst wenn der Klargesang nicht in Chipmunks-Manier zum Stirnrunzeln einlädt, versetzt das routinierte Fischen in den Gewässern des Mainstream wohl nur diejenige Klientel in Verzückung, die bei Konzertbesuchen ob der zwangsläufigen Elternbegleitung mit den Augen rollen.

Wertung: (4 / 10)

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