The Wonder Years – No Closer to Heaven (2015, Hopeless Records)

wonderyearsnowonderSeit Jahren schon zeigen THE WONDER YEARS abseits gängiger Klischees wie moderner Pop-Punk klingen kann. Statt des üblichen Bubblegum geschwängerten Einheitsbreis erzählt das Sextett seine eigenen, persönlichen Geschichten vom Leben und beschränkt sich nicht nur auf die üblichen Techtelmechtel und Partyausflüge. Das macht sich zunehmend auch auf musikalischer Ebene bemerkbar. Bereits der Vorgänger „The Greatest Generation“ war ein facettenreiches Werk, welches das bisweilen abgenutzte Genre immer wieder mit Indie-Elementen und emotionalen Ausflügen anreicherte. Gleiches gilt auch für ihr fünftes Album „No Closer To Heaven“.

Das große Plus der Band hört sicherlich auf den Namen Dan Campbell. Der Sänger versteht es bestens, die verschiedenen Emotionen und (musikalischen) Blickwinkel in packender Art und Weise auszudrücken. Die dezent raue Note seines Gesangs sorgt zudem immer wieder für besondere Momente. Auf „No Closer To Heaven“ gilt das zum Beispiel für „Stained Glass Ceilings“. Das fünf Minuten lange Stück schon allein zeigt, wie nachdenklich und wütend zugleich sich die Band geben kann. Nach drei melancholisch anmutenden Minuten nimmt die Band eine ganz andere Richtung ein, wesentlich durch das Geschrei ihres Sängers bestimmt. Ähnliches gilt für „A Song For Patsy Cline“ oder „Cigarettes & Saints“.

An potentiellen Hits für die Zielgruppe mangelt es trotz Tiefgang zu keiner Zeit. „No Closer To Heaven“ ist zwischen all den ruhigen wie nachdenklichen Momenten voller großartiger – aber nie abgedroschener – Melodien. Als potentielle Hits empfehlen sich hier besonders „Thanks For The Ride“ oder „I Don´t Like Who I Was Then“.

Wer bereits den Vorgänger in sein Herz schloss, wird auch mit „No Closer To Heaven“ rein gar nichts falsch machen. THE WONDER YEARS bestätigen sich in eindrucksvoller Manier selbst und legen eines der besten Pop-Punk Alben der letzten Zeit vor.

Wertung: (8 / 10)

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